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TimeSplitters

Der erste Ego-Shooter auf der Playstation 2 unter die Lupe genommen

Facts

Kategorie: Shooter
PAL-Release: 2000
Entwickler: Free Radical Design
Hersteller: Eidos Interactive
Spieler: 1-4
Zubehör: Multitap Unterstützung

Story

Die bösartigen Timesplitters sind erwacht. Sie sind übernatürliche Wesen, die außerhalb von Raum und Zeit existieren und schon lange die Menschheitsgeschichte beeinflussen. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Geschichte zwischen 1935 und 2035, muss sich der Spieler den mysteriösen Timesplitters in den Weg stellen und ihre Pläne durchkreuzen.

Gameplay

TimeSplitters ist ein klassischer First Person Ego-Shooter und bietet dem Spieler drei Modi zur Auswahl: Der Story Mode, der sich auch kooperativ zu zweit spielen lässt, umfasst verschiedene Level aus Zukunft und Vergangenheit und wartet mit zeitlich passenden Waffen und Widersachern auf. Aber egal ob Ägyptische Ruinen oder entfernte Raumstationen, das Ziel ist stets das gleiche: Es gilt einen von den Timesplitters bewachten Gegenstand zu erbeuten und sicher abzuliefern.

Bei Abschluss aller Story-Level schaltet sich der Challenge Mode frei, welcher eine Vielzahl von Mini-Missionen zum Freispielen von Extras bietet. Im Arcade Mode hingegen lassen sich Deathmatch, Capture the Bag (!) und andere Varianten auf unterschiedlichen Karten entweder mit menschlichen Mitspielern oder alternativ mit Bots bestreiten. Und wer selbst kreativ werden möchte, kann mit dem Mapeditor sogar eigene Karten auf Basis von vorgefertigten Bausteinen erstellen.

Meinung

Wer bei TimeSplitters einen storybasierten Singleplayer Shooter erwartet, wird wohl ziemlich schnell ernüchtert werden. Das Seriendebüt der bekannten First Person Shooter-Reihe ist im Herzen nämlich ein Spiel im Geiste der N64-Shooter Golden Eye und Perfect Dark. Und das ist auch kein Zufall, schließlich werkeln im Entwicklerstudio Free Radical seiner Zeit ein halbes Dutzend Ex-Mitarbeitern von Rare mit!

TimeSplitters setzt den Fokus klar auf lokalen Multiplayer-Spaß im Splitscreen. Eine Story-Kampagne ist zwar vorhanden aber diese ist nicht viel mehr als eine Reihe von zusammenhanglosen Levels. Das hat mich erstmal enttäuscht. Doch das heißt im Umkehrschluss nicht, dass Solospieler gar keinen Spaß mit dem Titel haben können.

Der Story Mode umfasst nicht viele Level, doch jeder bietet ein frisches Szenario mit unterschiedlichen Waffen. Vor allem der Schwierigkeitsgrad hat es in sich: Gegner sind äußerst zielsicher und rar gesäte Medipacks bzw. Rüstungen müssen taktisch klug eingesetzt werden – anders ist das Levelziel kaum zu erreichen. Und dann ist da natürlich noch der Challenge Mode mit seinen herausfordernden Aufgaben, die mich ebenfalls eine Weile bei der Stange halten konnten.

Lobenswert finde ich außerdem die zeitlose Spielbarkeit des Titels. Die im Jahr 2000 noch keineswegs geläufige Controller-Steuerung ist auch 20 Jahre später kaum verändert und dadurch sehr eingängig. Nicht schlecht für einen Playstation 2 Launch-Titel!

Leider lässt sich dies nicht vom Rest des Titels behaupten. Die detailarme Grafik ist weit unterhalb der Möglichkeiten der Playstation 2 und kann bestenfalls als „zweckdienlich“ bezeichnet werden. Immerhin lassen die abgedrehten Charaktermodelle das typische TimeSplitters-Design bereits erahnen.

Für ein geselliges Match mit Freunden oder eine schnelle Runde mit Bots kann TimeSplitters also durchaus Laune machen. Selbst ich als Solospieler hatte ein paar Stunden kurzweiligen Spaß. Wer hingegen einen wirklich überragenden Ego-Shooter sucht, sollte sich aber besser die Nachfolger anschauen.

Marketing

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Bonus

Timesplitters Lösungsbuch

X-Squad

Grün wie Grütze – der frühe PS2 Team-Shooter von Electronic Arts

Facts

Kategorie: Shooter
PAL-Release: 2000
Entwickler: Electronic Arts Square
Hersteller: Electronic Arts
Spieler: 1
Zubehör: –

Meinung

X-Squad stellt ganz offensichtlich den Versuch dar, einen futuristischen Team-Shooter mit einer coolen Elite-Einheit zu kreieren. Abgesehen von ein paar brauchbaren Ansätzen, ist dieser Versuch allerdings kläglich gescheitert: Einfallsloses Leveldesign, schwammige Steuerung, nervtötende Musik, klischeehafte Charakter, kaum vorhandene Story – die Mängeliste ist wirklich lang! Da der Titel zudem noch an mieser Grafik auf PSX-Niveau leidet, lohnt sich ein Blick noch nicht einmal für Gerne-Fans.

Star Trek Voyager Elite Force

Die PS2-Umsetzung ist eine technische Katatrophe

Facts

Kategorie: Shooter
PAL-Release: 2002
Entwickler: Pipedream Interactive
Hersteller: Majesco Entertaiment
Spieler: 1-4
Zubehör: Multitap

Meinung

Star Trek Voyager: Elite Force ist ein ziemlich trauriger Fall von schlechter Portierung: Der Ego-Shooter im Star Trek-Universum, ursprünglich entwickelt von Raven Software, ist ein Spitzen PC-Titel und ich würde ihn auch sehr gerne auf meiner Playstation 2 erleben. Doch die PS2-Umsetzung durch Pipedream Interactive ist leider ein technischer Totalausfall geworden.

Mit weniger Details bei der Grafik kann ich durchaus leben, wenn zumindest die Framerate stimmt. Gerade diese macht bei Star Trek Voyager: Elite Force allerdings die größten Probleme. Das Spiel läuft selten überhaupt flüssig und ruckelt stellenweise wie eine Diashow vor sich hin. Schade aber auf Dauer ist das unspielbar!

Half-Life

Mit der aufgebohrten PS2-Version von Half-Life beweist Entwickler Gearbox, dass Ego-Shooter auch auf der Konsole gut funktionieren können – und zwar zu einer Zeit vor Halo, Killzone und Call of Duty

Facts

Kategorie: Shooter
PAL-Release: 2001
Entwickler: Valve / Gear Box
Hersteller: Sierra Entertainment
Spieler: 1-2
Zubehör: USB-Maus, USB-Tastatur

Story

Gordon Freeman ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Black Mesa Forschungslabor und an seinem ersten Arbeitstag mit dem Test einer ungewöhnlichen Materie beauftragt. Alles läuft zunächst routiniert ab, doch im entscheidenden Moment geht das Experiment gehörig schief: Eine gewaltige Explosion öffnet Tore in eine fremde Dimension und feindselige Wesen überrennen das gesamte Labor!

Als einer der wenigen Überlebenden bahnt sich Gordon einen Ausweg durch den riesigen Forschungskomplex. Und als wäre das Alles nicht schon gefährlich genug, ruft der Zwischenfall auch das Militär auf den Plan, welches die Ereignisse um jeden Preis vertuschen und alle Überlebenden eliminieren will. Ehe er sich versieht, muss sich Gordon also nicht nur mit fiesen Aliens, sondern auch mit kaltblütigen US-Soldaten anlegen.

Gameplay

Half-Life ist ein Ego-Shooter mit einer Story-Kampagne, die einen Mix aus Feuergefechten, Geschicklichkeitspassagen und gelegentlichen Bossfights bietet. Die Geschichte wird dabei komplett durch geskriptete Szenen in Spielgrafik erzählt. Gordons anfänglich konventionelles Waffenarsenal aus Pistole, Shotgun und Maschinengewehr wird später im Spiel durch experimentelle Forschungswaffen und Alien-Technologie erweitert.

Während die Kampagne eindeutig das Herzstück von Half-Life bildet, verfügt die PS2-Version noch über zwei zusätzliche Spielmodi: In „Head to Head“ können zwei Spieler im Splitscreen-Deathmatch gegeneinander antreten. Bei „Decay“ handelt es sich um einen kompett neuen und PS2-exklusiven Spielmodus, der den Black Mesa Unfall aus der Perspektive der Wissenschaftler Dr. Cross und Dr. Green erzählt. In 10 verschiedenen Story-Missionen müssen zwei Spieler gemeinsam Hindernisse überwinden und Aliens pulverisieren.

Meinung

Insgesamt macht Half-Life auf der Playstation 2 in meinen Augen eine sehr gute Figur. Das liegt vor allem an der starken Kampagne, die schon auf dem PC im Jahr 1998 Maßstäbe setzen konnte und das Storytelling in Ego-Shootern revolutioniert hat. Während sich die meisten Ego-Shooter damit begügen, dem Spieler immer fettere Wummen gegen immer stärkere Gegner vorzusetzen, gilt es bei Half-Life permament neue Herausforderungen zu meistern:

Mal muss man sich in der Wüste vor einem bewaffneten Hubschrauber verstecken und im nächsten Moment vorsichtig ein mit Sprengfallen übersähtes Raketensilo durchqueren. Die Menge an tollen Gameplay-Ideen hätte locker für zwei oder gar drei Spiele gereicht!

Man muss außerdem anerkennen, dass sich Entwickler Gearbox bei der Half-Life PS2-Version in Punkto Inhalt und Ausstatung sichtlich Mühe gegeben hat. Zahlreiche optische Verbesserungen bei den Waffen-, Objekt- und Charaktermodellen werten das nicht ganz so zeitgemäße visuelle Erlebnis auf. Die Steuerung ist optimal an den Dualschock2-Controller angepasst und es gibt auch ein praktisches Fadenkreuz „lock-on“ für absolute Gamepad-Legastheniker.

Erwähnenswert sind auch die komfortable Quick Save-Funktion, der 16:9 Widescreen Modus und sogar USB-Maus und -Tastatur lassen sich anschließen. Das kleine Sahnehäubchen ist hingegen der kooperative Decay Mode. Die Story ist wunderbar mit der Handlung des Hauptspiels verzahnt und zwei Spieler müssen hier wirklich zusammenarbeiten, um eine Mission abzuschließen. Wirklich schade, dass nicht viel mehr Spiele diesen Ansatz verfolgen!

Ein großes Manko sehe ich allerdings in der technischen Portierung. Mit etwas Flimmern und verwaschenen Texturen kann ich mich arrangieren, aber dass die Framerate beim Spielen häufig einbricht, finde ich wirklich nervig. Vor allem bei größeren Räumen oder vielen Effekten kommt es regelmäßig zu unschönen Slowdowns. Half-Life war bereits zu seinem PC-Debüt drei Jahre zuvor technisch nicht „State of the Art“ – da wäre also sicher eine flüssigere Performance drin gewesen, oder? Am Ende vom Tag kann man aber darüber hinwegsehen.

Tipp: Das Spiel wurde in Deutschland sowohl als USK 16 als auch USK 18-Version veröffentlicht. Bei der USK 16-Version sind erhebliche Anpassungen beim Design der Gegner und der Gewaltdarstellung vorgenommen. Die USK 18-Version hingegen ist die ungeschnittene Englische Original-Fassung, welche eindeutig besser ist.

Videos

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Warhammer 40.000 Fire Warrior

Facts

Kategorie: Shooter
PAL-Release: 2003
Entwickler: Kuju Entertainment
Hersteller: THQ
Spieler: 1-4
Zubehör: Multitap

Story

Wir befinden uns im düsteren Zukunftsetting des Warhammer 40K Universums: Das finstere Imperium der Menschen hat sich über die Galaxis ausgebreitet und bedroht ausserirdische Reiche, wie das Imperium der Tau. Die Geschichte beginnt mit dem Überfall auf einen Tau-Planeten durch menschliche Space Marines. Ein Tau-Anführer wird beim Überfall gekidnappt und der Spieler muss sich in der Rolle von Kais, einem Krieger der Feuer-Kaste, auf Rettungsmission begeben. Doch die schwer bewaffneten Space Marines bleiben nicht die einzige Gefahr, denn auch die Mächte des Chaos haben ihre Finger im Spiel.

Gameplay

Aus der Ego-Perspektive schießt man sich als Fire Warrior durch lineare Missionen auf Planetenoberflächen, Gefängnissen und Raumschiffen. Man kann stets nur zwei Waffen gleichzeitig tragen: Die erste ist durch die aktuelle Mission vorgegeben und lässt sich nicht wechseln, während die zweite auch durch feindlichen Waffen ersetzt werden kann.

Zu Beginn muss man sich mit Energie- und Schnellfeuergewehren zufrieden geben, im späteren Verlauf werden aber deutlich schwerere Geschütze, wie Gatlingkanonen und Space Marinewaffen, aufgefahren. Ein wiederaufladender Schutzschild sowie Granaten gehören ebenfalls zum Arsenal. Die Aufgaben in den Missionen variieren nur gering, häufige Ziele sind das Erreichen bestimmter Punkte oder das Legen von Sprengsätzen, um die Mission abzuschließen und das Briefing für die nächste in Empfang zu nehmen.

Meinung

Im Vergleich zu modernen Vertretern ist Warhammer 40.000: Fire Warrior ein sehr konventioneller, fast schon klassischer, Single Player Ego-Shooter. Hier zählt die Vielfalt der Schießprügel, ansehnliche Grafik und atmosphärische Levels. Und in dieser Hinsicht macht der Titel durchaus Laune! Die Steuerung ist prima und auch sonst leistet sich Fire Warrior keine nennenswerten Schnitzer.

Leider kommt die Inszenierung in der Story-Kampagne sehr „schwachbrüstig“ daher: Die Charaktere bleiben das gesamte Spiel über blass und die Erzählung dient eher als Verhikel, um sich von Punkt A nach Punkt B und wieder zurück zu ballern. Nur die gelegentlichen Zwischensequenzen bringen die Handlung wirklich voran. Man verzichtet auch komplett auf Musik in den Levels der Story Kampagne – schade.

Ich denke, Warhammer 40.000: Fire Warrior ist unterm Strich ein Ego-Shooter ohne große Stärken aber auch ohne große Schwächen – es macht durchaus Spaß aber man verpasst bei diesem Titel auch nichts Aufregendes.

SNK Arcade Classics Vol. 1

Facts

Kategorie: Action / Shooter / Fighting
PAL-Release: 2008
Entwickler: SNK u.a.
Hersteller: SNK Playmore
Spieler: 1-2
Zubehör: –

Inhalt

SNK Arcade Classics Vol. 1 enthält insgesamt 16 Retrospiele von SNK, dem Hersteller der unter Aracde-Fans heiss begehrten Neo Geo Spielkonsole. Bei den Titeln handelt es sich mehrheitlich um 2D-Prügler und Beat’em up Sidescroller, aber auch ein paar Shooter und Sportspiele sind vertreten. Da sich fast alle Games zu zweit spielen lassen – entweder gemeinsam oder gegeneinander – richtet sich die Sammlung besonders an diejenigen, die am liebsten mit Freunden und Kollegen auf Reise in die Gaming-Vergangenheit gehen.

Zu den Spielen gehören:

  • Art of Fighting
  • Baseball Stars 2
  • Burning Fury
  • Fatal Fury
  • King of the Monsters
  • Last Resort
  • Magician Lord
  • Metal Slug
  • Neo Turf Masters
  • Samurai Shodown
  • Sengoku
  • Shock Troopers
  • Super Sidekicks 3
  • The King of the Fighters ‘94
  • Top Hunter
  • World Heroes

Ein motivierendes Medalliensystem entlohnt den Spieler für bestimmte Erfolge (z.B. „Spiel auf normal durchspielen“) mit Movelisten, Artworks und Soundtracks. Sehr positiv zu bewerten ist die Möglichkeit den Fortschritt nach dem Game Over Bildschirm speichern zu können. Der übermäßige Schwierigkeitsgrad, für den klassische Automatenspiele bekannt sind, wird hierdurch also etwas entschärft. Alle Spiele sind gut angepasst und man darf sogar zwischen NTSC und PAL Modus wählen.

Die folgenden 5 Titel sind aus meiner Sicht auf jeden Fall erwähnenswert:

Burning Fight

Ein Beat’em up Pendant zu Spielen wie Streets of Rage oder Final Fight. Obwohl ziemlich unspektakulär macht das Dauerprügeln zu zweit richtig Spaß.

Last Resort

Ein Shoot’em Up mit futuristischem Endzeitszenario, das wie eine Mischung aus R-Type und Contra III wirkt. Sieht nett aus aber ist wirklich bockschwer!

Metal Slug

Das Debut der wohl bekanntesten Spieleserie auf dem Neo Geo ist eine einzige Ballerorgie! Optisch durchaus beeindruckend.

Sengoku

In diesem Sidescroller muss man einen bösen Shogun bekämpfen, der aus der Vergangenheit in unsere Zeit gereist ist. Samurais, Ninjas und Monster hat er dabei gleich mitgebracht! Coole Spezialfähigkeiten und Japan-Flair garantiert.

Shock Troopers

Ähnlich spektakuläres Run’n Gun wie Metal Slug, dass sich jedoch besser steuern lässt! Non-stop Baller Action, fiese Endgegner und jede Menge Comic-Gewalt.

Quake 3 Revolution

Facts

Kategorie: Shooter
PAL-Release: 2001
Entwickler: id Software / Bullfrog Productions
Hersteller: Eleactronic Arts
Spieler: 1-4
Zubehör: Multi Tab

Story

Fünf tapfere Gladiatoren stellen sich den mächtigen Vadrigar, welche sie in der Arena-Dimension „Eternal“ gefangen halten. Ja, das ist die Handlung. 🙂

Gameplay

Quake III Revolution basiert inhaltlich auf dem PC-Original Quake III: Arena inklusive Erweiterung und bietet klassische Arena Egoshooter-Action. Mit 12 verschiedenen Waffen (Rocketlauncher, Railgun, Shotgun etc.) und gelegentlichen Power Ups (Quad Damage, Haste, Regenaration etc.) bekriegen sich Gladiatoren in den Spielmodi Deathmatch, Team-Deathmatch oder Capture the Flag.

Exklusiv in der PS2-Version gibt es auch eine Solo-Kampagne, in der sich der Spieler mit einer Hauptfigur durch eine Reihe von Missionen kämpft und dauerhafte Verbesserungen für den Charakter erspielt. Diese dürfen sogar in die Mehrspieler Spliscreen-Matches (bis zu 4 Spieler) übernommen werden. Ebenfalls exklusiv: Der Modus Elimination, bei dem der Spieler nur eine knappe Anzahl an Leben besitzt.

Meinung

Quake III Revolution hat eine große Schwäche. Dem Spiel fehlt das, was das PC-Original zu einem zeitlosen Meilenstein  gemacht hat: Der Online Mehrspieler-Modus! Als das Spiel 2001 erscheint, ist Online Gaming auf der Playstation 2 nämlich noch entfernte Zukunftsmusik. Ist das Spiel damit überflüssig? Vielleicht. Ist es deshalb gleich ein schlechtes Spiel? Nein, ganz im Gegenteil.

Ich hätte es kaum für möglich gehalten aber Quake III Revolution macht auf der Playstation 2 eine sehr gute Figur! Vergleicht man es zum Beispiel mit der stark angepassten Version von Unreal Tournament,  ist die Portierung vom PC auf Konsole absolut gelungen. Das Gameplay ist flüssig und es stellt sich ein schnelles Spielgefühl ein. Diverse Einstellungsmöglichkeiten (16:9 Breitbild, Eingabeverzögerung, Fadenkreuze, Invertierung) lassen sich anpassen, um wirklich ein optimales Spielerlebnis genießen zu können.  Selbst die unfassbar langen Ladezeiten (30-60 Sekunden) schmälern den positiven Eindruck kaum. Die Konsolen-exklusiven Inhalte sind nicht bahnbrechend aber ein netter Bonus.

The Red Star

Facts

Kategorie: Arcade / Shooter
PAL-Release: 2007
Entwickler: XS Games
Hersteller: Take 2 Interactive
Spieler: 1-2
Zubehör: –

Story

The Red Star basiert auf einer gleichnamigen Comicbuchreihe, die von einer Hand voll Widerstandskämpfer handelt, die sich gegen einen totalitäres Regime namens „Republic of the Red Star“ (U.R.R.S.) auflehnen. Ohne weitere Instruktionen oder Hintergrundinformationen wird der Spieler direkt ins Gefecht entlassen!

Gameplay

Im Spiel übernimmt man entweder die Rolle des Elite Soldaten Kyuzo oder der flinken Rebellin Makita. Beide sind mit zwei Arten von Waffen aufgerüstet: Nahkampf- und Feuerwaffen. Die Stages bestehen zum überwiegenden Teil aus Passagen, in denen man wie in einem Beat‘em up von links nach rechts läuft und Feinde verdrischt.

Stößt man jedoch auf einen Zwischen- oder Endgegner zoomt die Ansicht heraus und die Feuerwaffen kommen zum Einsatz. Wie in einem Shoot’em up muss man nun den Obermotz mit Kanonenbeschuss zu Fall bringen und gleichzeitig geschickt feindlichen Geschossen ausweichen. Je nach Leistung erhält man dafür Ehrfahrungspunkte, die sich in die Statusverbesserung (z.B. Rüstung, Nahkampfschaden) oder neue Knarren investieren lassen.

Meinung

The Red Star bietet eine actiongeladene Kombination aus Beat’em up und Shoot’em up, die mich sehr begeistert hat. Keines der beiden Genres präsentiert sich in Perfektion doch die Mischung sorgt für kurzeitiges Vergnügen (am besten natürlich mit einem zweiten Mitspieler!). Doch Vorsicht: Das Spiel fängt zwar kinderleicht an, steigert sich später aber in einen fast unmenschlichen Schwierigkeitsgrad hinein. Soviel ist klar, es ist ein Spiel für echte Freaks…

Nice to know… The Red Star sollte ursprünglich schon 2004 erscheinen, Publisher Acclaim ging jedoch bankrott, weswegen das Spiel erst Jahre später (fast unbemerkt) durch Take 2 im Handel erschien.

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