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Pirates The Legend of Black Kat

Das Piratenabenteuer der Command and Conquer-Entwickler

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2002
Entwickler: Westwood Studios
Hersteller: Electronic Arts
Spieler: 1-2
Zubehör: –

Story

Kapitänin Katarina des Leon wird Zeuge eines Angriffs auf die Festung ihre Familie durch die gefürchtete Crimson Garde. Ihr Versuch den Überfall aufzuhalten scheitert und ihr Vater, Governeur Marcus de Leon, kommt tragisch ums Leben. Doch er hinterlässt ihr eine letzte Nachricht, die es in sich hat:

Katarinas verstorbene Mutter war eine berüchtigte Piratin und sie müsse ihr Grab finden, um die ganze Wahrheit über ihre Familiengeschichte zu erfahren. Daraufhin sticht Katarina mit ihrem legendären Segelschiff „Windtänzer“ in See, um das Geheimnis ihrer wahren Herkunft zu lüften und den Mörder ihres Vaters zur Strecke zu bringen.

Gameplay

Während die gradlinige Handlung von Pirates – The Legend of Black Kat recht schnell erzählt ist, gestaltet sich die Umschreibung des Gameplays etwas komplexer. Der Titel bieten einen ungewöhnlichen Genre-Mix aus Third Person Action-Adventure und Seeschlachtsimulation!

Die überwiegende Zeit erkundet man mit Katarina zu Fuß lauschige Inseln und wagt sich sich ins Gefecht gegen wilde Tiere, Seeräuber und Geisterpiraten. Katarinas Säbel dient dem Spieler als Hauptwaffe wobei man im Laufe des Abenteuers über zahlreiche nützliche Sekundärwaffen stolpert. Dazu zählen Wurfdolche oder Bomben, später sogar magische Totems oder Voodoopuppen.

Die Navigation an Bord des Windtänzers bildet die zweite Hälfte des Spielgeschehens. Beinahe nahtlos kann man am Ufer in den sogenannten Schiffsmodus wechseln und die direkte Kontrolle über die Galleone übernehmen. Auf hoher See warten jedoch ebenfalls Gefahren: Feindliche Freibeuterschiffe müssen mit Kanonenkugeln und Feuerschalen bekämpft werden. An Häfen lässt sich das Schiff sogar aufrüsten – vorausgesetzt man hat zuvor ausreichend Juwelen erbeutet.

Meinung

Ich gebe zu, dass ich Pirates – The Legend of Black Kat bereits nach wenigen Augenblicken als veralteten Käse beiseite legen wollte: Die stellenweise detailarme Grafik und die hölzernen Animationen sind selbst für ein Playstation 2-Spiel ernüchternd. Das auf Schlagen und Blocken reduzierte Kampfsystem wirkt im ersten Augenblick auch alles andere als spannend oder dynamisch. Doch nach einer ersten Eingewöhnungsphase fand ich immer mehr Gefallen an Katarinas Piratenabenteuer.

Insbesondere das Aufspüren und Ausgraben von verborgenen Schatztruhen konnte mich zunächst motivieren. Bei der Schatzsuche fungiert der Dualshock 2-Controller wie eine Art Radar und vibriert stärker, sobald man sich der Position des vergrabenen Schatzes nähert, um ihn dann ausgraben zu können. Coole Idee!

Die Seeschlachten gefielen mir ebenfalls recht gut. Je mehr Gold und Edelsteine man sammelt, desto besser lässt sich das Schiff mit Kanonen, Minen, Feuerschalen etc. ausrüsten. Dadurch werden beide Spielbereiche – die Erkundung zu Land und zu Wasser – perfekt miteinander verknüpft. Man findet später auch unterschiedliche Galleonsfiguren, die sich am Schiff anbringen lassen und dann verheerende Spezialmanöver wie Rammattacken oder Kettenblitze ermöglichen.

Überhaupt hatte ich das Gefühl, in dieser Piratenwelt viel entdecken zu können: Es gibt verschiedene Arten von Schatztruhen, die sich erst öffnen lassen, wenn man den versteckten Schlüssel gefunden hat. Hier lassen sich sogar Seekarten zu völlig neuen Inseln auf der Weltkarte ergattern! Man kann auch Muscheln sammeln, um Artworks der Entwickler im Menü freizuschalten. Und es gibt in jeder Welt auch vereinzelte Aufträge von NPC’s zu erledigen, um noch mehr Beute einzustreichen.

Neben der großen Welterkundung schafft es das Spiel aber auch kleine, schöne Momente zu erschaffen: Zum Beispiel, wenn man in der Hafenfestung anlegt und ein fröhliches Seemannslied ertönt, bei dem man direkt mitschunkeln möchte. Oder wenn man die Frigatte bei Nacht durch eine unheimliche Geisterbucht manövriert und sich der riesige Vollmond auf der Wasseroberfläche spiegelt.

Abgesehen von der leicht unpräzisen Steuerung, gibt es allerdings ein entscheidendes Ärgernis, zumindest aus meiner Sicht: Kontinuierlich wieder auftauchende Feinde! Sowohl zu Wasser, als auch zu Land sind einmal besiegte Gegner nämlich nicht endgültig tot sondern kehren nach kurzer Zeit wieder auf. Das geschieht teilweise schon dann, sobald man sich wenige Meter bewegt hat und dann wieder umdreht! Das hat mich zahlreiche unfaire Bildschirmtode gekostet und ist besonders frustrierend auf großen Inseln mit seltenen Speicherpunkten. Automatische Rücksetzpunkte gibt es ohnehin nicht…

Ich denke, es sind eher die kleinen, ungeschliffenen Details, die diesen Titel unterm Strich den Erfolg verwehrt haben. War die Vision von Westwood vielleicht größer als das fertige Produkt? Das Grundkonzept funktioniert jedoch und deshalb hat mir Pirates – The Legend of Black Kat auch gut gefallen. Es bietet eine tolle Piratenatmosphäre, einen interessanten Genre-Mix und eine motivierende Jagd nach Schätzen. Da der Titel jedoch auch technisch und inszenatorisch nicht gut gealtet ist, möchte ich ihn heutzutage wirklich nur eingeschränkt empfehlen.

Beyond Good and Evil

Trotz hoher Produktionsqualität und viel Lob von Kritikern konnte das Spiel von Rayman-Schöpfer Michel Ancel keine kommerziellen Erfolge feiern

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2003
Entwickler: Ubisoft Montpellier
Hersteller: Ubisoft
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Die friedlichen Bewohner des Planeten Hillys werden seit einiger Zeit durch Angriffe außerirdischer Kreaturen names DomZ bedroht. Immer wieder werden Städte aus dem All angegriffen und Bewohner verschwinden auf mysteriöse Weise. Die Militärorganisation Alpha Abteilung ist bemüht, die Bürger zu verteidigen, kann der feindlichen Übermacht aber wenig entgegenbringen.

Die junge Fotoreporterin Jade wird unerwartet in die globale Auseinandersetzung gesogen, als ihre Heimat, ein kleines Waisenhaus in dem sie aufgewachsen ist, attackiert wird. Gemeinsam mit ihrem Adoptivonkel Pey’j kann sie die DomZ in die Flucht schlagen und schließt sich der Rebellenorganisation IRIS an. Die IRIS-Mitlgieder vermuten eine geheime Allianz zwischen den DomZ und der ALPHA-Abteilung und wollen dies mit Hilfe von Jades Fähigkeiten als Fotografin auch beweisen.

Gameplay

Im Kern ist Beyond Good & Evil ein Action-Adventure, das den Spielen der Legend of Zelda-Reihe gar nicht unähnlich ist: eine relativ frei erkundbare Oberwelt, die Jade auf ihrer Reise mit einem Hovercraft durchquert, verknüpft abgegrenzte „Dungeon“-Gebiete, in denen es zu Kämpfen, zu schleichen und zu Rätseln gilt.

Hier gilt es meistens unentdeckt ein bestimmtes Objekt als Beweis zu fotografieren. So essentiell wie in Metal Gear Solid sind die Stealth Passagen allerdings nicht. Jade ist zudem nicht immer allein unterwegs sondern wird an vielen Stellen von einem Partner wie Pey’j oder Agent Double H begleitet. Die Begleiter unterstützen den Kampf gegen Aliens oder Roboter mittels durchschlagender Kombi-Attacken und sind durch ihre speziellen Fähigkeiten auch unabdingbar für die Lösung von Rätseln.

Ein weiteres wichtiges Spielelement ist das bereits erwähnte Fotografieren! Für jede neue Spezies, die man auf seiner Reise knippst und an das Forschungsinstitut übermittelt, erhält man neue Credits. Mit Credits lassen sich dann bei verschiedenen Händlern oder Automaten Heilgegenstände und Charakterupgrades erwerben, zum Beispiel zur Erweiterung der Lebensenergie. Wenn man gerade nicht der Hauptgeschichte folgen möchte, kann man sich auch mit kurzweiligen Nebenaufgaben wie Hovercraft-Rennen oder einer Runde Air Hockey in der Bar ein paar extra Credits verdienen.

Meinung

Je mehr ich mich mit Beyond Good & Evil beschäftigt habe, desto überzeugter bin ich, dass dieses ambitionierte Spiel seiner Zeit ungefähr 10 Jahre voraus gewesen ist. Die Produktionsqualität ist erstaunlich hoch: Die Charaktere sind professionell auf Deutsch vertont, die Menüs sind aufwendig designt, die Musikuntermalung ist fantastisch abwechslungsreich und unterstreicht das exotische Flair dieser Welt.

Der comicartige Grafikstil verleiht den Charakteren einen einzigartigen Charm und auch die Städte, Wassergebiete und Außenareale sehen top aus. Die Geschichte und Figuren wissen zu fesseln und nicht zuletzt auch die Spieltiefe kommt nicht zu kurz: Das Sammeln von versteckten Perlen motiviert genauso wie das Entdecken und Fotografieren immer neuer Spezies.

Oder anders zusammengefasst: Durch das zeitgemäße, durchaus moderne Gameplay und Design ist Beyond Good & Evil erstaunlich gut gealtert und kann auch heute noch zu großen Teilen genossen werden! Während meines rund 17-Stündigen Abenteuer haben mich zwar ein paar technische Schnitzer genervt, wie gelegentliches Stottern der Grafik-Engine, verpixtelte Hud Icons und gelegentlich auftretende Sound Bugs. Ich kann aber nicht sagen, ob es ein grundsätzliches Problem des Spiels ist oder einfach an meinem PS2-Laufwerk liegt…

Okay, und die Echtzeit-Kämpfe gehören tatsächlich nicht zu den Stärken des Spiels: Diese enden meist in uninspiriertem Gekloppe ohne wirkliche Taktik. Rückblickend betrachtet ist Beyond Good & Evil allerdings eher über die Vielzahl an ambitionierten Ideen gestolpert: Es werden viele interessante, kreative Elemente ins Spiel gebracht und vermischt, jedoch irgendwie nie komplett bis zu Ende durchdacht. Beispiele?

  • Es gibt einen realistischen Tag-Nacht-Rhythmus im Spiel – doch er erfüllt rein gar keine Funktion!
  • Es gibt ein paar coole Bosskämpfe – aber sie sind viel zu selten!
  • Man kann die Oberwelt frei erkunden – leider gibt es kaum etwas zu entdecken!

Aus diesen Gründen ist Beyond Good & Evil in meinen Augen also ein sehr gutes – aber eben nicht geniales – PS2 Action/Adventure.

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Bonus

Beyond Good & Evil Offizielles Lösungsbuch

ICO

Damals ein Flop, heute als Kunstwerk gefeiert: das ungewöhnliche Adventure von Kreativkopf Fumito Ueda

Facts

Kategorie: Adventure
PAL-Release: 2002
Entwickler: Sony Computer Entertainment Japan Studio
Hersteller: Sony Computer Entertainment
Spieler: 1-2
Zubehör: –

Story

ICO ist ein kleiner Junge mit Hörnern, der seit seiner Geburt an einem Fluch leidet. Er wird von seinen Dorfangehörigen für Krankheiten und Missernten verantwortlich gemacht. An seinem 10. Geburtstag wird ICO von vermummten Reitern in ein Gefängnis in einem abgelegenen Schloss gebracht. Dort soll er auf Ewigkeit eingeperrt bleiben und für seine vermeintliche Strafe büßen.

In der Burg trifft ICO auf ein seltsames Mädchen, die eine unbekannte Sprache spricht und ebenfalls dort eingesperrt ist. Gemeinsam treten die zwei die Flucht aus ihrem verlassenen Gefängnis an. Dies erweist sich aber als keine leichte Aufgabe denn die finstere Schatten-Königin des Schlosses versucht sie mit allen Mitteln aufzuhalten.

Gameplay

Der Spieler übernimmt die Rolle des Hauptprotagonisten ICO und muss das unbekannte Mädchen an der Hand in die Freiheit führen. Um dem verwinkelten Burgkomplex zu entkommen wollen allerhand Klettereinlagen gemeistert und Umgebungsrätsel geknackt werden.

Das Mädchen wird dabei unaufhörlich von düsteren Schattenwesen gejagt, die sie zurück in ihren Käfig bringen wollen. Entfernt sich ICO zu weit von ihr, wird sie gefangen und es heisst ‚Game Over‘. ICO kann die Wesen mit Hilfe seines Schwertes kurzfristig vertreiben, doch nicht endgültig besiegen.

Meinung

Wie kann man unbefangen an ein Spiel herangehen, das bei Fans und Kritikern seit Jahren eine Art Kultstatus genießt? Das ist gar nicht so leicht. ICO wird häufig als ein wegweisendes PS2-Spiel bezeichnet und ist geistiger Vater von Shadow of the Colossus, Twilight Princess oder Journey. Da hängt die Messlatte ziemlich hoch. Mir war es dennoch sehr wichtig, eine eigene Meinung bilden zu können und diesen außergewöhnlichen Titel selbst nachzuholen.

Ohne das Spiel aus der Hüfte heraus verklären zu wollen, möchte ich behaupten, dass ICO bei seinem Release seiner Zeit meilenweit voraus war – zumindest was die Inszenierung angeht. Das gesamte Spielinhalt lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Kleiner Junge rettet mysteriöses Mädchen aus einer Burg. Fertig. Es gibt keine Tutorials, keine Menüs, kein HUD, keine Special Moves, keine Secrets, kaum Dialoge und über weite Teile nicht einmal Musik. Die Reduziertheit des Spielerlebnisses, inbesondere im Vergleich zu damaligen Titeln, ist absolut erstaunlich.

Diese Reduziertheit macht aber auch bei den Spielmechaniken nicht halt, wie etwa dem dünnen Kampfsystem oder der kurzen Spieldauer. Es verzichtet bewusst auf Elemente wie Power ups, Bonus-Waffen, Nebenmissionen oder Levelaufstiege. Das ist wohl die größte Schwäche und gleichzeitig auch größte Stärke des Spiels! ICO ist also kein Titel für jeden Spieler – und wird es auch wohl nie werden.

ICO ist eines dieser Spiele, die durch ihre Atmosphäre punkten. Das Durchqueren der leeren Burgruine während Vögel im Hintergrund zwitschern und die Sonne lange Schatten wirft, das hat schon eine ganz eigene Stimmung. Die nebulöse Hintergrundgeschichte lässt viel Raum für Spekulationen und Interpretationen, was ich persönlich super spannend finde! Für ca. 8 Stunden habe ich mich in dieser Welt sehr wohl gefühlt und das starke Ende hat mir eine Gänsehaut bereitet. Auch wenn ich nicht jedes Detail verstanden habe 😉

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Bonus

ICO PAL Limited Edition

Cy Girls

Was taugt Konamis PS2-Actionspiel basierend auf der japanischen „Cool Girl“-Actionfigurserie?

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2004
Entwickler: Konami
Hersteller: Konami
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Die Zukunft im Jahr 2094 sieht düster aus. Ein globaler Stromausfall hat die technologisierte Menschheit in eine große Krise gebracht. Die Wirtschaft kolabiert, Regierungen stürzen, Chaos regiert. Doch eine geheime Gruppe von Elite-Soldatinnen namens „Cy Girls“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Cyberterrorismus zu bekämpfen.

Protagonistin Ice verdient sich eigentlich ihre Brötchen mit Raubgeschäften. Als sie bei ihrem jüngsten Auftrag in Argentinien jedoch geschnappt wird und im Hochsicherheitstrakt landet, verhelfen die Cy Girls ihr zur Flucht und machen sie zum neuesten Mitglied ihrer Untergrundorganisation. Aufgrund ihrer besonderen Hacking-Fähigkeit haben es aber leider auch andere Organisationen auf die Blondine abgesehen…

Gameplay

Cy Girls beinhaltet zwei Discs, auf denen entweder die Kampagne von Baller-Blondine Ash oder Ninja-Braut Asuka gespielt werden kann. Beide Charaktere haben ihre eigene Geschichte und spielen sich auch unterschiedlich. Gemein haben beide Hauptfiguren das klassischer Action-Adventure Gameplay bei dem hauptsächlich gekämpft – ob mit Feuerwaffen oder Ninja-Schwert – und gelegentlich nach Schlüsseln gesucht werden muss.

Es gibt auch ein Deckungssystem, ähnlich wie bei Metal Gear Solid 2, das vor allem bei Ash überlebenswichtig ist. Das Abtauchen in den Cyber Space ist ebenfalls eine Besonderheit. An Computer Terminals können die Mädels zudem in eine Art „digitale Spiegelwelt“ wechseln, um spezielle Hindernisse zu überwinden, wie zum Beispiel gesicherte Türen durch Hacking zu entsperren.

Meinung

Konami legt einem wirklich viele Steine in den Weg, bevor man den Spielspaß an Cy Girls ausfindig machen kann. Ich rede hier gar nicht mal von der unsauberen Steuerung oder der dummen Gegner-KI oder gelegentlichen Übersetzungsfehlern… Sondern vom nervtötenden Backtracking und dem ständigen Respawning von Feinden! Was mich jedoch am meisten nervt: Bei fast jeder Mission gelangt man an einen Punkt, an dem man keine Ahnung hat, wie man weiterkommt und ziellos umher irrt. Häufig sind dafür schwammig formulierte Missionsziele verantwortlich. Hier macht sich der fehlende Feinschliff am deutlichsten bemerkbar. Wer Cy Girls eine Chance geben möchte, sollte leidensfähig sein!

Aber das heißt nicht, dass das Spiel kompletter Mist ist. Ja, die ersten Stages sind monotones Geballer und ein ziemlicher Abturner, so dass die Disc kurz davor war, aus meiner Konsole zu fliegen. Doch dann verschlägt es einen in altertümliche Ruinen in Peru, wo man hauptsächlich Rätsel lösen muss. Okay? Und im Level darauf ist man auf Stealth-Undercovermission auf einem Party-Ball in Spanien. Später geht’s sogar noch in den Weltraum, cool! Das hat mich wirklich positiv überrascht und ich hatte Bock weiter zu spielen. Auch die nett gemachten Renderszenen verspüren einen angenehm cineastischen Charm. Mir gefällt auch der coole Look, das futuristische Szenario und natürlich die attraktiven Cyber-Ladies 😉

In Summe ist Cy Girls weder totaler Mist noch ein wirklich gutes Action-Spiel. Ich hatte meine positiven Momente mit Ash, Asuka & Co. aber man muss festahlten, dass hier viel mehr drin gewesen wäre.

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Blood Omen 2

Mit Blood Omen 2 wird die düstere Legacy of Kain Vampir-Saga fortgeführt. Nach zwei Soul Reaver-Teilen mit Raziel steht nun wieder Vampirgeneral Kain im Fokus.

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2002
Entwickler: Crystal Dynamics
Hersteller: Eidos Interactive
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Blood Omen 2 wurde zeitlich zwar erst nach Soul Reaver 2 veröffentlicht, chronologisch gesehen wird jedoch die Geschichte des Playstation 1-Titels Blood Omen aus dem Jahr 1996 fortgeführt – und zwar in einem parallelen Zeitstrang: Kain hat sein Schicksal als blutsaugender Vampir akzeptiert und zieht mit seiner Armee in den Krieg gegen den Orden der Sarafanen. Im finalen Gefecht um Meridian, der Hauptstadt Nosgoths, wird Kain jedoch so stark verwundet, dass er eine Klippe hinabstürzt und in ein tiefes Koma fällt.

Als Kain 200 Jahre später wiedererweckt wird, muss er feststellen, dass die Sarafanen die Herrschaft über ganz Nosgoth übernommen, eine Diktatur errichtet und das Geschlecht der Vampire nahezu ausgerottet haben. Die verbliebenen Blutsauger haben sich entweder den Sarafanen angeschlossen oder mussten sich in den Untergrund zurückziehen. Mit Unterstützung von Umah, einer Anhängerin des letzten Widerstands der Vampire, kennt Kain jetzt nur noch ein Ziel: Zu alter Stärke zurückfinden und den obersten Anführer der Sarafanen vernichten!

Gameplay

Auf Kains Rachefeldzug durch die Straßen von Meridian muss man Banditen und Sarafanen-Rittern im Nahkampf mit Schwert oder Keule erledigen. Cooles Feature: Kain kann seinen besiegten Gegner das Blut aussaugen und dadurch Lebensenergie und Erfahrungspukte sammeln. Typische Schalter/Kisten-Rätsel dürfen in diesem Action/Adventure natürlich ebenso wenig fehlen wie die obligatorischen Bossfights.

Kain erlernt außerdem im Spielverlauf „dunkle Gaben“, Spezialfähigkeiten mit denen er sich unsichtbar macht, andere Figuren kontrolliert oder weite Abgründe überspringt. Im späteren Verlauf setzen viele der Rätsel auf den cleveren Einsatz dieser besonderen Fähigkeiten.

Meinung

Dunkle Gassen im Mondschein, ein leises Ratten-quieken aus der Ecke, am Ufer läutet eine Schiffsglocke. Es hat keine 5 Minuten gedauert und schon hat mich die herrlich düstere Atmosphäre von Blood Omen 2 gepackt. Das liebe ich an der Legacy of Kain-Serie!

Im Vergleich zu Soul Reaver 2 stellt man schnell fest, dass sich der Fokus weniger auf Rätsel und Story, sondern mehr auf Echtzeit-Kämpfe richtet. Und das klappt zum großen Teil auch ganz gut. Das gesamte Gameplay bietet dank der dunklen Gaben, versteckten Schatztruhen und schönen Bossfights eine gute Vielfalt.

Was mich tatsächlich am meisten stört, ist die unausgereifte technische Umsetzung. Zum einen ist die Grafikqualität selbst für einen frühen PS2-Titel eher bescheiden – das wird besonders an den hölzernen Animationen deutlich. Zum anderen hat Blood Omen 2 gelegentlich unschöne Ruckelpassagen: Wenn Levelabschnitte nachgeladen werden oder auf dem Bildschirm eine Menge passiert, geht die Engine schnell in die Knie.

Trotz der mauen Technik überwiegt am Ende aber eindeutig der positive Eindruck. Die Atmosphäre ist einfach super gut gelungen. Richtung Ende werden dann die Schauplätze immer abgefahrener (z.B. das Eternal Prison) und auch die Story nimmt nochmal deutlich an Fahrt auf.

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Onimusha Warlords

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2001
Entwickler: Capcom
Hersteller: Capcom
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Das Jahr 1560 im feudalen Japan: Kriegsherr Oda Nobunaga gelingt ein überraschender Angriff auf das Lager seines Rivalen Imagawa in Okehazama. Doch die Freude über den Sieg währt nur kurz, denn ein feindlicher Pfeil durchbohrt Nobunagas Hals und lässt ihn zu Boden sinken.

Ein Jahr später erhält Samurai Samanosuke Akechi den Hilferuf von Prinzessin Yuki. Sie berichtet von merkwürdigen Ereignissen und vermissten Dienern auf ihrem Schloss Inabayama. Als Samanosuke das Schloss erreicht, muss er den Einfall von finsteren Dämonenkriegern und die Entführung Yukis miterleben. Dahinter steckt kein geringerer als der tot geglaubte Nobunaga, der im Tausch für die Rettung seines Lebens einen Packt mit der Dämonenwelt geschlossen hat und nun als Dämonenfürst mit seiner Armee den Frieden in ganz Japan bedroht.

Gameplay

Onimusha: Warlords ist ein Hack’n Slay mit animierten 3D-Figuren, die sich auf 2D-Hintergründen mit fixer Kameraperspektive bewegen, ähnlich wie bei den ersten Resident Evil-Titeln.

Hauptcharakter Samanosuke wird im Kampf gegen die Dämonen vom Clan der Oni unterstützt, welche ihm einen seelenfressenden Panzerhandschuhe schenken, mit dem die Energie von besiegten Dämonen eingesaugt werden kann. Mit roten Energiekugeln lassen sich die drei Hauptwaffen aufleveln, während gelbe Kugeln die Lebensenergie und blaue die Magieleiste regenerieren.

Es gilt immer wieder Schalter- und Schieberätsel zu lösen, um sämtliche Bereiche im und um das Schloss herum zu erkunden. In vordefinierten Passagen kann man auch den weiblichen Kunoichi-Side Kick Kaede steuern.

Meinung

Wer Samurai Action mag, muss Onimusha: Warlords lieben! Der erste Teil der Serie ist mit detaillierten Charakter-Modellen, gezeichneten Kulissen und einem orchestralen Soundtrack die perfekte Einführung in das fiktionale Japan/Dämonen-Setting. Es macht wirklich Laune, sich durch das dämonenverseuchte Schloss von Inabayama zu kämpfen, seine Waffe aufzuwerten, kleine Rätsel zu lösen und den atmosphärischen, asiatischen Klängen zu lauschen.

Daran können auch die kurze Spielzeit von 5 Stunden oder die bescheidene PAL-Anpassung (schwarze Balken) nicht rütteln. Für heutige Verhältnisse fällt eher die Steuerung der Figur aus fixen Kamerawinkeln heraus negativ ins Gewicht. Häufiger sieht man sich mit Feinden konfrontiert, die sich außerhalb des aktuellen Sichtfelds befinden und damit schwerer zu bekämpfen sind. Was beim gruseligen Resident Evil noch für Nervenkitzel sorgt, funktioniert beim flotten Schwertkampf in Onimusha nicht immer ideal. Doch ich persönlich zähle mich zu den Anhängern der vorgerenderten Hintergründe, welche einfach unheimlich toll aussehen und in dieser Qualität in 3D noch nicht realisierbar waren.

The Mark of Kri

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2003
Entwickler: SCE San Diego
Hersteller: Sony Computer Entertainment Europe
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

In grauer Vorzeit wurde von den Menschen ein dunkler Zauber erschaffen, der die Macht besaß, die gesamte Welt zu vernichten. Aus Furcht vor den möglichen Konsequenzen wurde der Spruch in sechs Einzelteile gespalten und in die Obhut verschiedener Stammesfamilien übergeben, um seine Gefahr zu bannen. Tausend Jahre später sind von diesen Ereignissen nur noch Legenden übrig. Und so erahnt der junge Krieger Rau auch nicht die Ausmaße seines Handelns, als er im Auftrag eines fremden alten Mannes nach einem wertvollen Artefakt mit dem Symbol von Kri sucht.

Gameplay

Vom Kampfkunstmeister Baumusu wird der Spieler in die Grundzüge des Kampfes eingeweiht. Mit Bewegung des rechten Analog-Sticks kann man feindliche Krieger markieren, wodurch eines der Playstation-Symbole über deren Kopf erscheinen. Durch Drücken der zugeordneten Taste führt man einen Schwerthieb aus. So lassen sich gleichzeitig bis zu drei Feinde markieren und beharken.

Weil aufgeschreckte Wachen jedoch gerne nach Verstärkung rufen, sind die Optionen des geräuschlosen Angriffs empfehlenswerter: Sofern er sich anschleicht, kann Rau Feinde per Stealth-Kill von hinten ausschalten. Bei leicht gepanzerten Wachen kann dies auch mit dem Bogen aus größerer Entfernung passieren.

Zudem kann Rau an festgelegten Punkten seinen Raben Kuzo platzieren, um aus dessen Augen feindliche Wachen in der Umgebung auszuspähen. Kuzo ist aber nicht nur Aufklärer, er kann seinem Meister sogar verborgene Gegestände bringen oder andere Vögel aufschrecken, um Wachen abzulenken.

Meinung

Anfangs vermittelt The Mark of Kri leider einen verkehrten Eindruck seines eigenen Spielkonzepts. Man wird zwar in die Grundregeln des lautlosen Angriffs eingeführt aber muss sich dann trotzdem frontal durch jede Menge Gegnerhorden kämpfen. Die Steuerung im Gefecht ist eher unkonventionell und absolut nicht die Stärke des Spiels. Und so fragt man sich schon nach kurzer Zeit „Okay war’s das jetzt?“. Doch wer es bis in das zweite Kapitel schafft, erlebt urplötzlich ein richtig gutes Stealth-Action-Spiel.

Mit Hilfe des stillen Begleiters Kuzo lässt sich die Gegend gefahrenlos auskundschaften und die Laufrouten von Feinden beobachten, um im richtigen Moment zuzuschlagen. Die meisten Situationen lassen sich durch überlegtes Vorgehen lösen, ohne dass die Wachen Alarm schlagen können. Genau so muss ein gutes Schleichabenteuer sein! Die Schauplätze, unter anderem neblige Wälder und halb-versunkene Ruinen, sind atmosphärisch toll inszeniert.

Einzig beim Grafikstil konnte man sich offentbar nicht ganz entscheiden: Auf der einen Seite erinnert der Comic-Look der Figuren stellenweise an Disney Zeichentrick und auf der anderen fliegen bei den brutalen Finisher-Moves gegnerische Köpfe und Gliedmaßen reihenweise durch die Luft. Eine eigenartige Mischung!

Myst 3 Exile

Facts

Kategorie: Adventure
PAL-Release: 2002
Entwickler: Presto Studios
Hersteller: Ubisoft
Spieler: 1
Zubehör: USB-Maus Unterstützung

Story

Als namenloser Protagonist besucht der Spieler seinen Freund Artrus, welcher ein Nachfahre der uralten D’ni Zivilisation ist und die Fähigkeit besitzt, eigene Welten in Form von Büchern zu schreiben. Dieser möchte mit den Fehlern der Vergangenheit (Ereignisse aus den Vorgängern „Myst“ und „Riven“) abschließen und eine neue Welt namens Releeshan als Heimat für sein Volk schreiben.

Doch soweit kommt es nicht, denn das Buch Releeshan wird kurzerhand von einem unbekannten Fremden (gespielt von Hollywood-Darsteller Brad Dourif) gestohlen und der Spieler muss die Verfolgung aufnehmen. Auf der Suche nach dem Buch durchquert er zahlreiche mysteriöse Orte.

Gameplay

Myst III Exile ist ein Grafik-Adventure, das sich aus der Ego-Perspektive steuert und damit ein ziemlicher Exot in der Playstation 2 Softwarebibliothek. Hier kann sich der Spieler allerdings nicht gänzlich frei, sondern nur an vorgegebenen Knotenpunkt entlang bewegen. Die Spieltwelt besteht aus vorgerenderten 360°-Bildern, die optisch aufwendig gestaltet aber auch sehr statisch sind.

Es gibt weder Zeitlimits, noch kann der Spieler sterben. Dafür müssen diverse rätselhafte Apparaturen und Schaltermechanismen bewegt, überbrückt, verschoben oder verbunden werden. Diese Rätsel erweisen sich öfter als richtige Kopfnüsse, zumal der Lösungsweg nicht immer offensichtlich oder 100% logisch ist. Hinweise zur richtigen Lösung sind buchstäblich mit der Lupe zu suchen.

Meinung

Ich finde es klasse, dass diese Art von Spielen auch auf der Playstation 2 existiert. Aber Achtung, wer sich Myst III Exile genehmigen möchte, braucht einen langen Geduldsfaden! Bevor die Lösung zu einem der komplexen Rätsel gefunden ist, ist man gerne mal eine halbe Stunde mit Untersuchen und Herumprobieren beschäftigt.

Zum Glück wird die Beharrlichkeit aber zum Großteil belohnt: Die surrealen Landschaftsbilder sehen toll aus und kreieren eine einzigartige Atmosphäre. Und zu geheimnisvoller Musik rätselhafte Apparaturen untersuchen und kryptische Tagebucheinträge entschlüsseln – ja, das hat schon was!

Doch es gibt auch eine Schattenseite… Die Technik ließe sich zwar kritisieren – das Nachladen der neuen Hintergrundbilder dauert immer ein paar Sekunden – aber mich stört etwas anderes: Es mangelt an hilfreichen Hinweisen zur Lösung der Schiebe- und Logik-Rätsel. Manchmal ist der rettende Hinweise so subtil untergebracht, dass man im wahrsten Sinne an das andere Ende der Welt reisen muss, um ihn finden zu können. An zwei bis drei Stellen im Spiel stößt selbst der aufmerksamste Spieler mit bester Kombinationsgabe an seine Grenzen. Ein wenig mehr Anleitung oder Hilfe hätten meine resignierten Blicke in die Komplettlösung verringert.

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Bonus

Myst III Exile Limited Edition
Myst III Exile The Soundtrack

Soul Reaver 2

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2001
Entwickler: Crystal Dynamics
Hersteller: Eidos Interactive
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Der Abspann von Soul Reaver bildet gleichzeitig auch die Introsequenz von Soul Reaver 2: Zombie-Vampir Raziel stellt den Vampirfürsten Kain zum Showdown, dieser flüchtet jedoch mit Hilfe einer Zeitmaschine in eine andere Zeitlinie. Raziel folgt ihm in die Vergangenheit und trifft dort auf den Zeitstromlenker Moebius, welcher sich zunächst auf seine Seite schlägt, da er ebenfalls Kains Tod beabsichtigt. Auf der Suche nach Kain durchquert Raziel mehrere Zeitperioden und muss letztlich erkennen, dass der wahre Feind ein anderer ist.

Gameplay

Ein Action-Adventure, wie es klassischer nicht sein könnte! Raziel durchstreift die düstere Welt von Nosgoth in einem Mix aus Kampf- und Rätsel-Abschnitten. Als Waffe gegen Vampirjäger und Mumien dient Raziel die namensgebende Soul Reaver Geisterklinge, die die Seelen besiegter Feinde verschlingt.

Zur Lösung der komplexen Rätsel-Passagen wandert Raziel per Knopfdruck in die Astralebene. In dieser Zwischenwelt können keine Hebel aktiviert werden aber die Umgebung wird verzerrt und hohe Vorsprünge lassen sich plötzlich erklimmen. Auch vergitterte Tore lassen sich in dieser Ebene  durchqueren. Der Clou dabei: Ein Übergang in die Astralebene ist jederzeit möglich, die Rückkehr aber nur an vorgesehenen Stellen.

Der Reaver erhält im fortgeschrittenen Spielverlauf zusätzliche Fähigkeiten, die zum Lösen von Rätsel kombiniert werden müssen. Er kann Schattenbrücken erschaffen, um Abgründe zu überqueren oder bröckelnde Wände mit Luftgeschossen sprengen. The Legend of Zelda lässt grüßen! 😉

Meinung

Zugegeben, ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mit Soul Reaver 2 warm zu werden. Ich kannte weder Blood Omen noch Soul Reaver und der Titel wirft einen ohne jegliche Einführung mitten in eine verstrickte Handlung mit einer Jahrhunderte umspannenden Vorgeschichte – ohne einen Blick auf wikipedia sind Serien-Einsteiger hoffnungslos verloren!

Aber letzten Endes ist es die einfallsreiche Geschichte, häufig vorangetrieben in Form von Gesprächen und kurzen Monologen, die Soul Reaver 2 zu etwas besonderem macht. Professionelle Synchronsprecher unterstreichen dabei den filmischen Charakter. Mystische Tempel, rätselhafte Wandmalereien und geheimnisvolle Musikuntermalung schaffen es immer wieder eine tolle Atmosphäre aufzubauen.

Doch Atmosphäre hin oder her, spielerisch bleibt Soul Reaver 2 leider recht dünn: Es gibt keine neuen Kombos zu erlernen, ein Zweikampf verläuft am Anfang der Geschichte genau wie am Ende. Es gibt auch nichts zum einzusammeln, weder Extras noch Secrets. Dunkle Ecken zu inspizieren, lohnt sich also nicht… Unterm Strich motivieren daher hauptsächlich die Story und die Rätsel bis zum Ende.

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Lara Croft Tomb Raider Anniversary

Die Tomb Raider Jubiläumsausgabe bringt die Stärken des Original Klassikers zurück

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2007
Entwickler: Crystal Dynamics
Hersteller: Eidos Interactive
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Hobby-Archäologin Lara Croft soll mit der Suche des Scions von Atlantis beauftragt werden. Dabei handelt es sich um ein mächtiges Artefakt, das einst den Herrschern der untergegangen Stadt gehört haben soll und Jaqueline Natla, Präsidentin eines Forschungsunternehmens, ist darauf versessen, es zu bergen.

Lara, die selbst schon Jahre zuvor vergeblich nach dem Scion gesucht hat, ist zunächst skeptisch. Als Natla ihr jedoch von neuen Kenntnissen über den Aufenthaltsort des verschollenen Artefakts erzählt, reist diese prompt ins Hochgebirge von Peru, um die Suche zu starten. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Lara nicht als Einzige für die Beschaffung des Artefakts engagiert wurde…

Gameplay

Tomb Raider Anniversary ist ein Remake des ersten Teils der Tomb Raider-Reihe, welches grafisch sowie spielerisch auf das Niveau von Tomb Raider Legend angepasst wurde. Wie im Original läuft, springt und klettert Miss Croft durch verfallene Grabmäler, Höhlen und Tempel unter anderem in Ägypten und Peru.

Da Lara auf ihren Erkundungstouren gelegentlich auch auf wilde Tiere stößt, trägt sie zur Selbstverteidigung stets ihre Pistolen mit sich. Tomb Raider Anniversary ist jedoch nicht einfach das exakt gleiche Spiel von 1996 mit besserer Grafik. Viele Spielpassagen und Rätsel sind völlig neu konzipiert, wodurch der Titel selbst Kennern des Originals eine neue Erfahrung bietet. Durch das Finden von versteckten Reliquien und Artefakten können zudem Belohnungen (Galerien, Bonus Outfits etc.) freigeschaltet werden.

Meinung

Wie schon bei Tomb Raider Legend zeigen Crystal Dynamics, dass sie ihr Handwerk perfekt verstehen und liefern mit Tomb Raider Anniversary erneut ein erstklassiges Action Adventure ab.

Was mir persönlich besonders gefällt: Lara wandelt in diesem Abenteuer ausschließlich auf eigene Faust an Orten fernab der Zivilisation, wie etwa im peruanischen Gebirge oder griechischen Tempeln. Dabei trifft sie nur gelegentlich auf andere Menschen und hat auch keinen nervigen Partner am Headset, der ständig Kommentare abgibt, wie in Tomb Raider Legend. Durch diese „Einsamkeit“ entsteht genau die spannende Atmosphäre, die die Serie anfangs ausgemacht hat.

Der Anspruch der Rätsel, die Erzählung und die musikalische Untermalung sind – wie schon im Original – auf sehr hohem Niveau. Wer übrigens die „Collector’s Edition“ des Spiels erwischt, darf sich auf zudem über eine Bonus-DVD mit einigen Extras freuen: Darunter auch eine sehr unterhaltsame Dokumentation über die Geschichte der Tomb Raider-Serie und den Kult um Lara Croft. Sehr empfehlenswert!

Videos

Bonus