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Dynasty Warriors 2

Fakten

Kategorie: Action
PAL-Release: 2000
Entwickler: Omega Force
Hersteller: Koei
Spieler: 1
Zubehör: –

Meinung

Fordernde Massenschlachten im antiken China? Serviert mit einer Prise Taktik und Heavy Metal Musik? Da bin ich doch dabei! Im Ansatz finde ich das Gameplay von Dynasty Warriors 2 durchaus interessant und ich hätte Lust, mich durch die Horden an hirnlosen Soldaten aus Fernost zu metzeln. Doch wie so häufig bei Titeln aus der Playstation 2 Launchphase, vermiest einem die angestaubte Technik die Suppe.

Die für damalige Verhältnisse beeindruckende Darstellung zahlreicher Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm, hat nämlich eine deutliche Kehrseite: Karge Umgebungen und geringe Sichtweite. Was selbst im Jahr 2000 nicht „state of the art“ erscheint, wirkt heute umso mehr veraltet. Zudem nerven auf Dauer die Defizite bei Steuerung der Kamera und des Charakters. Eine fürchterliche Deutsche Übersetzung kommt als Sahnehäubchen oben drauf.

Kurzum: Es gibt heutzutage keinen Grund mehr, Dynasty Warriors 2 ernsthaft spielen zu wollen.

7 Blades

Coole Cover machen noch lange keine guten Spiele

Facts

Kategorie: Action
PAL-Release: 2001
Entwickler: Konami
Hersteller: Konami
Spieler: 1
Zubehör: –

Meinung

Konami ist für viele großartige Spieleserien auf der Playstation 2 verantwortlich, darunter Silent Hill, Zone of the Enders und Metal Gear Solid. Kann ein Spiel von diesem Hersteller wirklich schlecht sein… ? Ein Action-Adventure mit Anime-Helden im feudalen Japan? Da kann doch nicht viel verkehrt laufen, oder? Ein Blick auf das schön gestaltete Spiele-Cover von 7 Blades reicht doch aus, oder?

Falsch gedacht: Mit 7 Blades aus den Anfangsjahren der PS2 landet der namenhafte Entwickler und Publisher einen richtigen Griff ins Klo! Die Grafik ist so katastrophal alt, grob und flimmerig, dass dagegen sogar manches PS1-Spiel besser aussieht. Die Deutsche Übersetzung ist zum weinen schlecht und von der Steuerung und Kamera möchte ich gar nicht erst anfangen.

Pirates The Legend of Black Kat

Das Piratenabenteuer der Command and Conquer-Entwickler

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2002
Entwickler: Westwood Studios
Hersteller: Electronic Arts
Spieler: 1-2
Zubehör: –

Story

Kapitänin Katarina des Leon wird Zeuge eines Angriffs auf die Festung ihre Familie durch die gefürchtete Crimson Garde. Ihr Versuch den Überfall aufzuhalten scheitert und ihr Vater, Governeur Marcus de Leon, kommt tragisch ums Leben. Doch er hinterlässt ihr eine letzte Nachricht, die es in sich hat:

Katarinas verstorbene Mutter war eine berüchtigte Piratin und sie müsse ihr Grab finden, um die ganze Wahrheit über ihre Familiengeschichte zu erfahren. Daraufhin sticht Katarina mit ihrem legendären Segelschiff „Windtänzer“ in See, um das Geheimnis ihrer wahren Herkunft zu lüften und den Mörder ihres Vaters zur Strecke zu bringen.

Gameplay

Während die gradlinige Handlung von Pirates – The Legend of Black Kat recht schnell erzählt ist, gestaltet sich die Umschreibung des Gameplays etwas komplexer. Der Titel bieten einen ungewöhnlichen Genre-Mix aus Third Person Action-Adventure und Seeschlachtsimulation!

Die überwiegende Zeit erkundet man mit Katarina zu Fuß lauschige Inseln und wagt sich sich ins Gefecht gegen wilde Tiere, Seeräuber und Geisterpiraten. Katarinas Säbel dient dem Spieler als Hauptwaffe wobei man im Laufe des Abenteuers über zahlreiche nützliche Sekundärwaffen stolpert. Dazu zählen Wurfdolche oder Bomben, später sogar magische Totems oder Voodoopuppen.

Die Navigation an Bord des Windtänzers bildet die zweite Hälfte des Spielgeschehens. Beinahe nahtlos kann man am Ufer in den sogenannten Schiffsmodus wechseln und die direkte Kontrolle über die Galleone übernehmen. Auf hoher See warten jedoch ebenfalls Gefahren: Feindliche Freibeuterschiffe müssen mit Kanonenkugeln und Feuerschalen bekämpft werden. An Häfen lässt sich das Schiff sogar aufrüsten – vorausgesetzt man hat zuvor ausreichend Juwelen erbeutet.

Meinung

Ich gebe zu, dass ich Pirates – The Legend of Black Kat bereits nach wenigen Augenblicken als veralteten Käse beiseite legen wollte: Die stellenweise detailarme Grafik und die hölzernen Animationen sind selbst für ein Playstation 2-Spiel ernüchternd. Das auf Schlagen und Blocken reduzierte Kampfsystem wirkt im ersten Augenblick auch alles andere als spannend oder dynamisch. Doch nach einer ersten Eingewöhnungsphase fand ich immer mehr Gefallen an Katarinas Piratenabenteuer.

Insbesondere das Aufspüren und Ausgraben von verborgenen Schatztruhen konnte mich zunächst motivieren. Bei der Schatzsuche fungiert der Dualshock 2-Controller wie eine Art Radar und vibriert stärker, sobald man sich der Position des vergrabenen Schatzes nähert, um ihn dann ausgraben zu können. Coole Idee!

Die Seeschlachten gefielen mir ebenfalls recht gut. Je mehr Gold und Edelsteine man sammelt, desto besser lässt sich das Schiff mit Kanonen, Minen, Feuerschalen etc. ausrüsten. Dadurch werden beide Spielbereiche – die Erkundung zu Land und zu Wasser – perfekt miteinander verknüpft. Man findet später auch unterschiedliche Galleonsfiguren, die sich am Schiff anbringen lassen und dann verheerende Spezialmanöver wie Rammattacken oder Kettenblitze ermöglichen.

Überhaupt hatte ich das Gefühl, in dieser Piratenwelt viel entdecken zu können: Es gibt verschiedene Arten von Schatztruhen, die sich erst öffnen lassen, wenn man den versteckten Schlüssel gefunden hat. Hier lassen sich sogar Seekarten zu völlig neuen Inseln auf der Weltkarte ergattern! Man kann auch Muscheln sammeln, um Artworks der Entwickler im Menü freizuschalten. Und es gibt in jeder Welt auch vereinzelte Aufträge von NPC’s zu erledigen, um noch mehr Beute einzustreichen.

Neben der großen Welterkundung schafft es das Spiel aber auch kleine, schöne Momente zu erschaffen: Zum Beispiel, wenn man in der Hafenfestung anlegt und ein fröhliches Seemannslied ertönt, bei dem man direkt mitschunkeln möchte. Oder wenn man die Frigatte bei Nacht durch eine unheimliche Geisterbucht manövriert und sich der riesige Vollmond auf der Wasseroberfläche spiegelt.

Abgesehen von der leicht unpräzisen Steuerung, gibt es allerdings ein entscheidendes Ärgernis, zumindest aus meiner Sicht: Kontinuierlich wieder auftauchende Feinde! Sowohl zu Wasser, als auch zu Land sind einmal besiegte Gegner nämlich nicht endgültig tot sondern kehren nach kurzer Zeit wieder auf. Das geschieht teilweise schon dann, sobald man sich wenige Meter bewegt hat und dann wieder umdreht! Das hat mich zahlreiche unfaire Bildschirmtode gekostet und ist besonders frustrierend auf großen Inseln mit seltenen Speicherpunkten. Automatische Rücksetzpunkte gibt es ohnehin nicht…

Ich denke, es sind eher die kleinen, ungeschliffenen Details, die diesen Titel unterm Strich den Erfolg verwehrt haben. War die Vision von Westwood vielleicht größer als das fertige Produkt? Das Grundkonzept funktioniert jedoch und deshalb hat mir Pirates – The Legend of Black Kat auch gut gefallen. Es bietet eine tolle Piratenatmosphäre, einen interessanten Genre-Mix und eine motivierende Jagd nach Schätzen. Da der Titel jedoch auch technisch und inszenatorisch nicht gut gealtet ist, möchte ich ihn heutzutage wirklich nur eingeschränkt empfehlen.

Gungrave

Gungrave ist ein Fest für Freunde von cooler Anime Action. Leider kann der Titel von Red Entertainment qualitativ nicht ganz mit den Genregrößen konkurrieren.

Facts

Kategorie: Action
PAL-Release: 2002
Entwickler: RED Entertainment
Hersteller: Activision
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Mit nur einem Ziel vor den Augen, kehrt der stille Hüne „Grave“ aus dem Reich der Toten in die Welt der Lebenden zurück: Er will das Verbrechersyndikat Millenion und deren obersten Boss Harry MacDowell entgültig zur Strecke bringen. Unterstützung erhält er von Dr. T, einem Ex-Wissenschaftler des Syndikats, und der jungen Mika, die als Tochter des früheren Syndikatoberhaupts auf der Flucht ist.

Bewaffnet mit zwei riesigen Pistolen und einem raketenfeuernden Sarg auf dem Rücken, ballert sich Grave durch die Straßen und Kanalisation der Metropole, um Harry und seinen innersten Führungskreis zu vernichten. Doch die Erinnerung an sein vorheriges Leben holt ihn zunehmend ein: Zu Lebzeiten war er selbst ein angesehenes Mitglied des Syndikats und muss nun die Waffen gegen seine einstigen Vertrauten richten.

Gameplay

Gungrave ist ein kompromissloses Third-Person-Action Spiel: In den gradlinig gestalteten Levels des Spiels sieht man sich meist mit einer starken Überzahl an Gangstern und mutierten Wesen konfrontiert, die man mit seinen Schusswaffen im Sekundentakt über den Haufen ballert. Ein Schutzschild bewahrt Grave vor einigen Schüssen, mit dem Sarg auf dem Rücken bekommen Gegner im Nahkampf eins auf die Mütze.

Mit jedem Treffer, den Grave an Gegnern oder zerstörbaren Gegenständen erzielten, erhöht sich das Kombometer. Je länger die Kombo wird, desto höher lädt sich die Superschuss-Leiste auf, mit der man dann einen bildschirmfüllenden Raketen-Spezialangriff ausführen kann. Alternativ kann man sich mit einer Ladung aber auch heilen.

Zwischen den Levels lässt sich der Spielstand abspeichern und der ein oder andere Dialog mit Mika oder Dr. T führen. Am Ende jeder Stage wartet dann der obligatorische Bossgegner, der deutlich hartnäckiger ist und auch ein wenig Taktik und geschicktes Ausweichen erfordert.

Meinung

Als Gungrave Ende 2002 bei uns in Deutschland auf den Markt gebracht wurde, gab es keine nennenswerte Bewerbung vom Publisher Activision und auch kaum Aufmerksamkeit durch Tests in den Fachmedien. So kam es, dass das Spiel zum Release wohl bei den meisten Zockern ziemlich unter dem Radar blieb. Meine Neugier wurde hingegen durch ein japanischen Trailer geweckt, der so cool aussah, dass ich dem Spiel unbedingt eine Chance geben wollte und mir Gungrave direkt bestellte.

Im Vergleich zu damals, ist meine Meinung über den Titel überraschend gleich geblieben. Mich beeindruckt noch immer das stylische Anime-Design der Charaktere rund um die Haupthandlung des Spiels. Der schweigsame (Anti-)Held Grave mit seinem riesigen Raketensarg und dem lässigen Cowboyhut ist schon eine coole Socke. Dazu noch die netten Bossfights gegen die mutierten Handlanger des Syndikats, das sieht man nicht jeden Tag. Und die cineastische Inszenierung in den Story-Abschnitten des Spiels wird auch durch ein paar kultige musikalische Tracks bestens untermalt. Anime-Fans freuen sich zudem über die japanische Sprachausgabe.

Doch leider gibt’s bei Gungrave, damals wie heute, auch einen gewaltigen Haken: und zwar der geringe Spielumfang. Nach 6 Kapiteln, die man in ca. 2 Stunden durchspielen kann, ist das Vergnügen nämlich vorbei. Und nein, es gibt auch keine versteckten Secrets oder ähnliches zu entdecken. Der Wiederspielwert liegt nahezu bei Null!

Und von den vielen kleinen Problemchen mit der schwammigen Steuerung oder der störrischen Kamera will ich gar nicht erst anfangen. Es sollte klar sein, dass hier bestenfalls durchschnittliche PS2-Actionkost geboten wird. Unterm Strich ist Gungrave in meinen Augen ein ganz netter Titel für Zwischendurch, der erst in Verbindung mit der gleichnamigen Anime-Serie zu einem tatsächlich empfehlenswerten Spiel wird.

Tipp: Das Playstation 2-Spiel wurde in Japan um eine Anime-Serie mit 26 Episoden ergänzt, welche die Vorgeschichte des Spiels erzählt. Vor allem die Beziehungen der Hauptfiguren untereinander, welche im Spiel nur am Rande Erwähnung finden, werden in der Serie näher beleuchtet und sehr spannend erzählt. 

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Marvel Ultimate Alliance

In Marvel Ultimate Alliance bekommen Marvels Comichelden ihr eigenes Action-RPG spendiert. Das Ergebnis ist kein Lizenzmüll, sondern unterhaltsames Futter für Fans von Baldur’s Gate & Co.

Facts

Kategorie: Action / Rollenspiel
PAL-Release: 2006
Entwickler: Raven Software
Hersteller: Activision
Spieler: 1-4
Zubehör: Multitap, Netzwerk-Adapter

Story

Roter Alarm für die Comichelden aus dem Marvel-Universum: Dr. Doom und die „Masters of Evil“ starten eine groß angelegte Attacke auf die fliegende Helicopterbasis der internationalen Schutzorganisation S.H.I.E.L.D. Doch unter dem Kommando von Nick Fury können Captain America, Spider-Man, Iron-Man und Thor den Angriff mit vereinten Kräften abwehren.

Blöd nur, dass sich am Ende herausstellt, dass der Angriff lediglich als Ablenkungsmanöver für den Raub des Mutant Amplifiers aus den geheimen S.H.I.E.L.D.-Laboren diente. Welche finsteren Pläne verfolgen Dr. Doom und seine Schergen? Und gibt es einen heimlichen Verräter innerhalb von SHIELD, der an dem Komplott beteiligt ist? Eine Allianz aus Superhelden begibt sich auf eine Verfolgungsjagd quer durch das Marvel-Universum.

Gameplay

Bei Marvel Ultimate Alliance erwartet den Spieler ein handfestes Action-Rollenspiel aus der Top-Down-Perspektive, wie man es bereits aus Baldur’s Gate: Dark Alliance oder Champions of Norrath kennt. Das bedeutet: Gegnerhorden verdreschen, Erfahrungspunkte sammeln und immer mächtigere Spezialfähigkeiten erlernen!

Im Unterschied zu den beiden genannten Fantasy-Titeln, gibt es bei Marvel Ultimate Alliance keine Waffen oder Rüstungsgegenstände zu sammeln und Charakterwerte können ebenfalls nicht frei vergeben werden. Dafür steuert man gleich ein vierköpfiges Team von Superhelden, welches man nach Belieben aus über 20 Charakteren zusammenstellen und durchwechseln kann.

Überhaupt wird der Team-Gedanke bei Marvel Ultimate Alliance groß geschrieben. So kann man tatsächlich ein eigenes Superheldenteam inklusive Namen und Logo gründen und Reputationspunkte durch erfüllte Aufgaben sammeln. Mit steigender Reputation können zusätzliche Skillvorteile für das gesamte Team freigeschaltet werden (z.B. mehr Schaden, Lebenspunkte, EXP etc.).

Meinung

Ehrlich gesagt hab ich anfangs nicht viel von Marvel Ultimate Alliance erwartet. Ich kenne bereits die Playstation 2 Action-RPG Top-Spiele und Lizenzspiele wie in diesem Fall sind meistens nicht für die beste Qualität bekannt. Mir sind auch die Marvel-Helden egal, da ich kein großes Interesse an den Superheldengeschichten habe. Doch nach einer gewissen Eingewöhnungsphase war ich sehr positiv überrascht über die Qualität des Titels.

Und das kommt auch nicht von ungefähr denn die Entwickler Raven Software sind keine Anfänger: Sie haben bereits X-Men Legends und X-Men Legends 2 aus der Taufe gehoben und dabei keine schlechte Arbeit abgeliefert. Da verwundert es also nicht, dass auch Marvel Ultimate Alliance ein unterhaltsames Ergebnis ihrer Erfahrung ist.

Am meisten Spaß macht es natürlich, sich sein ganz persönliches Superhelden-Dream Team zusammenstellen und dann im Kampf wachsen zu lassen. Es gibt beliebte Charaktere wie Thor, Captain America oder Iron-Man aber auch weniger bekannte Figuren wie Spider-Woman, Daredevil oder Luke Cage. Für jeden ist etwas dabei!

Ebenfalls finde ich super, dass das Gameplay nicht komplett linear gestaltet ist, sondern immer wieder Gelegenheiten bietet, mit Nebenaufgaben von der Hauptstory abzuweichen. Da sind vor allem die alternativen Comic Book Missionen zu erwähnen, die jeweils immer einen der Helden in den Fokus rücken und ein klein wenig über seine Hintergrundgeschichte erzählen.

Bonus-XP und Credits gibt’s natürlich auch zu verdienen. Allgemein bietet der Titel auch ein sehr angenehmen Umfang an Inhalten: Man kann mehrere Outfits für jeden Helden freischalten, alle mit unterschiedlichen Stats zum Boosten. Es gibt versteckte Items wie zum Beispiel Artworks, Action-Figuren, Statusverbesserungen, Charakter-Accessoires oder neue Comic Book Missionen. Hier hat man sich reichlich Mühe gemacht, um dem Spieler eine motivierende Spielerfahrung zu bieten und das Konzept geht aus meiner Sicht voll auf.

Echt schade finde ich deshalb, dass Marvel Ultimate Alliance in der PS2-Version technisch alles andere als brillant ist: Die Video-Sequenzen sind unschön komprimiert, der Sound hinkt gelegentlich hinterher, und wirklich hübsch bzw. detailliert sind die Level und Spielfiguren auch alle nicht. Um so verwunderlicher ist dann, dass das Spiel trotz dieser grafischen Abstriche zu keinem Zeitpunkt flüssig läuft. Hatte da jemand die PS2-Hardware nicht im Griff? Wahrscheinlicher ist wohl, dass das Spiel auf die „Next Gen“-Versionen für PS3/Xbox360 hin optimiert wurde und die alte Generation das Nachsehen hatte.

Ein weiterer, kleiner Wermutstropfen: Da die PS2-Version von Marvel Ultimate Alliance leider nur im europäischen PAL-Ausland vertrieben wurde und nicht in Deutschland, gibt’s leider auch keine Version mit Deutschen Texten. Wen das nicht stört, der darf sich auf viele unterhaltsame Stunden mit einem klasse Action-RPG freuen.

Beyond Good and Evil

Trotz hoher Produktionsqualität und viel Lob von Kritikern konnte das Spiel von Rayman-Schöpfer Michel Ancel keine kommerziellen Erfolge feiern

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2003
Entwickler: Ubisoft Montpellier
Hersteller: Ubisoft
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Die friedlichen Bewohner des Planeten Hillys werden seit einiger Zeit durch Angriffe außerirdischer Kreaturen names DomZ bedroht. Immer wieder werden Städte aus dem All angegriffen und Bewohner verschwinden auf mysteriöse Weise. Die Militärorganisation Alpha Abteilung ist bemüht, die Bürger zu verteidigen, kann der feindlichen Übermacht aber wenig entgegenbringen.

Die junge Fotoreporterin Jade wird unerwartet in die globale Auseinandersetzung gesogen, als ihre Heimat, ein kleines Waisenhaus in dem sie aufgewachsen ist, attackiert wird. Gemeinsam mit ihrem Adoptivonkel Pey’j kann sie die DomZ in die Flucht schlagen und schließt sich der Rebellenorganisation IRIS an. Die IRIS-Mitlgieder vermuten eine geheime Allianz zwischen den DomZ und der ALPHA-Abteilung und wollen dies mit Hilfe von Jades Fähigkeiten als Fotografin auch beweisen.

Gameplay

Im Kern ist Beyond Good & Evil ein Action-Adventure, das den Spielen der Legend of Zelda-Reihe gar nicht unähnlich ist: eine relativ frei erkundbare Oberwelt, die Jade auf ihrer Reise mit einem Hovercraft durchquert, verknüpft abgegrenzte „Dungeon“-Gebiete, in denen es zu Kämpfen, zu schleichen und zu Rätseln gilt.

Hier gilt es meistens unentdeckt ein bestimmtes Objekt als Beweis zu fotografieren. So essentiell wie in Metal Gear Solid sind die Stealth Passagen allerdings nicht. Jade ist zudem nicht immer allein unterwegs sondern wird an vielen Stellen von einem Partner wie Pey’j oder Agent Double H begleitet. Die Begleiter unterstützen den Kampf gegen Aliens oder Roboter mittels durchschlagender Kombi-Attacken und sind durch ihre speziellen Fähigkeiten auch unabdingbar für die Lösung von Rätseln.

Ein weiteres wichtiges Spielelement ist das bereits erwähnte Fotografieren! Für jede neue Spezies, die man auf seiner Reise knippst und an das Forschungsinstitut übermittelt, erhält man neue Credits. Mit Credits lassen sich dann bei verschiedenen Händlern oder Automaten Heilgegenstände und Charakterupgrades erwerben, zum Beispiel zur Erweiterung der Lebensenergie. Wenn man gerade nicht der Hauptgeschichte folgen möchte, kann man sich auch mit kurzweiligen Nebenaufgaben wie Hovercraft-Rennen oder einer Runde Air Hockey in der Bar ein paar extra Credits verdienen.

Meinung

Je mehr ich mich mit Beyond Good & Evil beschäftigt habe, desto überzeugter bin ich, dass dieses ambitionierte Spiel seiner Zeit ungefähr 10 Jahre voraus gewesen ist. Die Produktionsqualität ist erstaunlich hoch: Die Charaktere sind professionell auf Deutsch vertont, die Menüs sind aufwendig designt, die Musikuntermalung ist fantastisch abwechslungsreich und unterstreicht das exotische Flair dieser Welt.

Der comicartige Grafikstil verleiht den Charakteren einen einzigartigen Charm und auch die Städte, Wassergebiete und Außenareale sehen top aus. Die Geschichte und Figuren wissen zu fesseln und nicht zuletzt auch die Spieltiefe kommt nicht zu kurz: Das Sammeln von versteckten Perlen motiviert genauso wie das Entdecken und Fotografieren immer neuer Spezies.

Oder anders zusammengefasst: Durch das zeitgemäße, durchaus moderne Gameplay und Design ist Beyond Good & Evil erstaunlich gut gealtert und kann auch heute noch zu großen Teilen genossen werden! Während meines rund 17-Stündigen Abenteuer haben mich zwar ein paar technische Schnitzer genervt, wie gelegentliches Stottern der Grafik-Engine, verpixtelte Hud Icons und gelegentlich auftretende Sound Bugs. Ich kann aber nicht sagen, ob es ein grundsätzliches Problem des Spiels ist oder einfach an meinem PS2-Laufwerk liegt…

Okay, und die Echtzeit-Kämpfe gehören tatsächlich nicht zu den Stärken des Spiels: Diese enden meist in uninspiriertem Gekloppe ohne wirkliche Taktik. Rückblickend betrachtet ist Beyond Good & Evil allerdings eher über die Vielzahl an ambitionierten Ideen gestolpert: Es werden viele interessante, kreative Elemente ins Spiel gebracht und vermischt, jedoch irgendwie nie komplett bis zu Ende durchdacht. Beispiele?

  • Es gibt einen realistischen Tag-Nacht-Rhythmus im Spiel – doch er erfüllt rein gar keine Funktion!
  • Es gibt ein paar coole Bosskämpfe – aber sie sind viel zu selten!
  • Man kann die Oberwelt frei erkunden – leider gibt es kaum etwas zu entdecken!

Aus diesen Gründen ist Beyond Good & Evil in meinen Augen also ein sehr gutes – aber eben nicht geniales – PS2 Action/Adventure.

Videos

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Bonus

Beyond Good & Evil Offizielles Lösungsbuch

Cy Girls

Was taugt Konamis PS2-Actionspiel basierend auf der japanischen „Cool Girl“-Actionfigurserie?

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2004
Entwickler: Konami
Hersteller: Konami
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Die Zukunft im Jahr 2094 sieht düster aus. Ein globaler Stromausfall hat die technologisierte Menschheit in eine große Krise gebracht. Die Wirtschaft kolabiert, Regierungen stürzen, Chaos regiert. Doch eine geheime Gruppe von Elite-Soldatinnen namens „Cy Girls“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Cyberterrorismus zu bekämpfen.

Protagonistin Ice verdient sich eigentlich ihre Brötchen mit Raubgeschäften. Als sie bei ihrem jüngsten Auftrag in Argentinien jedoch geschnappt wird und im Hochsicherheitstrakt landet, verhelfen die Cy Girls ihr zur Flucht und machen sie zum neuesten Mitglied ihrer Untergrundorganisation. Aufgrund ihrer besonderen Hacking-Fähigkeit haben es aber leider auch andere Organisationen auf die Blondine abgesehen…

Gameplay

Cy Girls beinhaltet zwei Discs, auf denen entweder die Kampagne von Baller-Blondine Ash oder Ninja-Braut Asuka gespielt werden kann. Beide Charaktere haben ihre eigene Geschichte und spielen sich auch unterschiedlich. Gemein haben beide Hauptfiguren das klassischer Action-Adventure Gameplay bei dem hauptsächlich gekämpft – ob mit Feuerwaffen oder Ninja-Schwert – und gelegentlich nach Schlüsseln gesucht werden muss.

Es gibt auch ein Deckungssystem, ähnlich wie bei Metal Gear Solid 2, das vor allem bei Ash überlebenswichtig ist. Das Abtauchen in den Cyber Space ist ebenfalls eine Besonderheit. An Computer Terminals können die Mädels zudem in eine Art „digitale Spiegelwelt“ wechseln, um spezielle Hindernisse zu überwinden, wie zum Beispiel gesicherte Türen durch Hacking zu entsperren.

Meinung

Konami legt einem wirklich viele Steine in den Weg, bevor man den Spielspaß an Cy Girls ausfindig machen kann. Ich rede hier gar nicht mal von der unsauberen Steuerung oder der dummen Gegner-KI oder gelegentlichen Übersetzungsfehlern… Sondern vom nervtötenden Backtracking und dem ständigen Respawning von Feinden! Was mich jedoch am meisten nervt: Bei fast jeder Mission gelangt man an einen Punkt, an dem man keine Ahnung hat, wie man weiterkommt und ziellos umher irrt. Häufig sind dafür schwammig formulierte Missionsziele verantwortlich. Hier macht sich der fehlende Feinschliff am deutlichsten bemerkbar. Wer Cy Girls eine Chance geben möchte, sollte leidensfähig sein!

Aber das heißt nicht, dass das Spiel kompletter Mist ist. Ja, die ersten Stages sind monotones Geballer und ein ziemlicher Abturner, so dass die Disc kurz davor war, aus meiner Konsole zu fliegen. Doch dann verschlägt es einen in altertümliche Ruinen in Peru, wo man hauptsächlich Rätsel lösen muss. Okay? Und im Level darauf ist man auf Stealth-Undercovermission auf einem Party-Ball in Spanien. Später geht’s sogar noch in den Weltraum, cool! Das hat mich wirklich positiv überrascht und ich hatte Bock weiter zu spielen. Auch die nett gemachten Renderszenen verspüren einen angenehm cineastischen Charm. Mir gefällt auch der coole Look, das futuristische Szenario und natürlich die attraktiven Cyber-Ladies 😉

In Summe ist Cy Girls weder totaler Mist noch ein wirklich gutes Action-Spiel. Ich hatte meine positiven Momente mit Ash, Asuka & Co. aber man muss festahlten, dass hier viel mehr drin gewesen wäre.

Videos

Blood Omen 2

Mit Blood Omen 2 wird die düstere Legacy of Kain Vampir-Saga fortgeführt. Nach zwei Soul Reaver-Teilen mit Raziel steht nun wieder Vampirgeneral Kain im Fokus.

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2002
Entwickler: Crystal Dynamics
Hersteller: Eidos Interactive
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Blood Omen 2 wurde zeitlich zwar erst nach Soul Reaver 2 veröffentlicht, chronologisch gesehen wird jedoch die Geschichte des Playstation 1-Titels Blood Omen aus dem Jahr 1996 fortgeführt – und zwar in einem parallelen Zeitstrang: Kain hat sein Schicksal als blutsaugender Vampir akzeptiert und zieht mit seiner Armee in den Krieg gegen den Orden der Sarafanen. Im finalen Gefecht um Meridian, der Hauptstadt Nosgoths, wird Kain jedoch so stark verwundet, dass er eine Klippe hinabstürzt und in ein tiefes Koma fällt.

Als Kain 200 Jahre später wiedererweckt wird, muss er feststellen, dass die Sarafanen die Herrschaft über ganz Nosgoth übernommen, eine Diktatur errichtet und das Geschlecht der Vampire nahezu ausgerottet haben. Die verbliebenen Blutsauger haben sich entweder den Sarafanen angeschlossen oder mussten sich in den Untergrund zurückziehen. Mit Unterstützung von Umah, einer Anhängerin des letzten Widerstands der Vampire, kennt Kain jetzt nur noch ein Ziel: Zu alter Stärke zurückfinden und den obersten Anführer der Sarafanen vernichten!

Gameplay

Auf Kains Rachefeldzug durch die Straßen von Meridian muss man Banditen und Sarafanen-Rittern im Nahkampf mit Schwert oder Keule erledigen. Cooles Feature: Kain kann seinen besiegten Gegner das Blut aussaugen und dadurch Lebensenergie und Erfahrungspukte sammeln. Typische Schalter/Kisten-Rätsel dürfen in diesem Action/Adventure natürlich ebenso wenig fehlen wie die obligatorischen Bossfights.

Kain erlernt außerdem im Spielverlauf „dunkle Gaben“, Spezialfähigkeiten mit denen er sich unsichtbar macht, andere Figuren kontrolliert oder weite Abgründe überspringt. Im späteren Verlauf setzen viele der Rätsel auf den cleveren Einsatz dieser besonderen Fähigkeiten.

Meinung

Dunkle Gassen im Mondschein, ein leises Ratten-quieken aus der Ecke, am Ufer läutet eine Schiffsglocke. Es hat keine 5 Minuten gedauert und schon hat mich die herrlich düstere Atmosphäre von Blood Omen 2 gepackt. Das liebe ich an der Legacy of Kain-Serie!

Im Vergleich zu Soul Reaver 2 stellt man schnell fest, dass sich der Fokus weniger auf Rätsel und Story, sondern mehr auf Echtzeit-Kämpfe richtet. Und das klappt zum großen Teil auch ganz gut. Das gesamte Gameplay bietet dank der dunklen Gaben, versteckten Schatztruhen und schönen Bossfights eine gute Vielfalt.

Was mich tatsächlich am meisten stört, ist die unausgereifte technische Umsetzung. Zum einen ist die Grafikqualität selbst für einen frühen PS2-Titel eher bescheiden – das wird besonders an den hölzernen Animationen deutlich. Zum anderen hat Blood Omen 2 gelegentlich unschöne Ruckelpassagen: Wenn Levelabschnitte nachgeladen werden oder auf dem Bildschirm eine Menge passiert, geht die Engine schnell in die Knie.

Trotz der mauen Technik überwiegt am Ende aber eindeutig der positive Eindruck. Die Atmosphäre ist einfach super gut gelungen. Richtung Ende werden dann die Schauplätze immer abgefahrener (z.B. das Eternal Prison) und auch die Story nimmt nochmal deutlich an Fahrt auf.

Videos

Baldur’s Gate Dark Alliance

Das von Snowblind entwickelte Rollenspiel hat mit der komplexen PC-Vorlage wenig gemeinsam, punktet dafür aber mit toller Optik und motivierendem Spielprinzip.

Facts

Kategorie: Action / Rollenspiel
PAL-Release: 2001
Entwickler: Snowblind Studios
Hersteller: Vivendi Universal
Spieler: 1-2
Zubehör: –

Story

Das Abenteuer von Baldur’s Gate: Dark Alliance beginnt in der wohl legendärsten Stadt der Schwertküste: Baldur’s Tor. Gerade in der Stadt angekommen, wird unser Charakter promt auf offener Straße niedergeschlagen und ausgeraubt. In der nahe gelegenen Taverne findet der Spieler nicht nur Unterschlupf sondern auch erste Hinweise auf die Übeltäter: Offenbar hat sich eine neue Diebesgilde in der Stadt breitgemacht und terrorisiert die Bürger. Die Jagd nach den obersten Köpfen der Diebesgilde enthüllt jedoch eine noch viel größere Bedrohung für die Schwertküste.

Gameplay

Aus einer vorgegebenen Auswahl von drei Charakteren (Krieger, Bogenschütze, Hexenmeister) startet die Reise in muffige Kellergewölbe, dunkle Wälder und eisige Höhlen. Dabei stellen sich dem Spieler die unterschiedlichsten Kreaturen aus dem D&D-Universum in den Weg, darunter Skelette, Ghule, Riesenspinnen, Gnolle oder Betrachter.

Für das Besiegen von Monstern und sowie durch Erfüllung kleiner Sammelaufgaben lassen sich Erfahrungspunkte für den Stufenaufstieg sammeln – und damit wiederum Punkte für das Erlernen neuer Fähigkeiten. Die Zaubererin erlernt zum Beispiel den Umgang mit Kettenblitzen, während der Bogenschütze Eis- und Feuerpfeile verschießt. Auch durch Sammeln oder Kaufen von verzauberten Waffen und Rüstungen wird der anfangs hilflose Charakter zu einem mächtigen Helden.

Meinung

Ja, das waren noch Zeiten, als man mit ein paar hübschen Wasser- und Lichteffekten für offene Münde bei Konsolenzockern sorgen konnte! Aber Baldur’s Gate: Dark Alliance ist nicht der reine Grafikblender der ersten PS2 Software-Generation, für den man es halten könnte (*hust* The Bouncer *hust*). Es ist tatsächlich ein spaßiges Action-RPG! Die gelungene Mischung aus Monster klatschen, Items sammeln und Charakter verbessern ist ziemlich motivierend. Und auch die vielen Referenzen zum Dungeons & Dragons Fantasy-Universum gefallen mir persönlich sehr gut.

Für mich wird das Erlebnis nur dadurch getrübt, dass ich bereits viele Vertreter dieses Genres kenne und so manche lieb gewonnene Funktion (verschiedene Kamerawinkel, Verbessern von Waffen/Rüstungen etc,) vermisse. Dark Alliance ist zwar das erste Spiel seiner Art, aber nicht unbedingt das beste. Ich empfehle unbedingt den Nachfolger zu spielen!

Videos

Bonus

Baldur’s Gate Dark Alliance Lösungsbuch

Onimusha Warlords

Facts

Kategorie: Action / Adventure
PAL-Release: 2001
Entwickler: Capcom
Hersteller: Capcom
Spieler: 1
Zubehör: –

Story

Das Jahr 1560 im feudalen Japan: Kriegsherr Oda Nobunaga gelingt ein überraschender Angriff auf das Lager seines Rivalen Imagawa in Okehazama. Doch die Freude über den Sieg währt nur kurz, denn ein feindlicher Pfeil durchbohrt Nobunagas Hals und lässt ihn zu Boden sinken.

Ein Jahr später erhält Samurai Samanosuke Akechi den Hilferuf von Prinzessin Yuki. Sie berichtet von merkwürdigen Ereignissen und vermissten Dienern auf ihrem Schloss Inabayama. Als Samanosuke das Schloss erreicht, muss er den Einfall von finsteren Dämonenkriegern und die Entführung Yukis miterleben. Dahinter steckt kein geringerer als der tot geglaubte Nobunaga, der im Tausch für die Rettung seines Lebens einen Packt mit der Dämonenwelt geschlossen hat und nun als Dämonenfürst mit seiner Armee den Frieden in ganz Japan bedroht.

Gameplay

Onimusha: Warlords ist ein Hack’n Slay mit animierten 3D-Figuren, die sich auf 2D-Hintergründen mit fixer Kameraperspektive bewegen, ähnlich wie bei den ersten Resident Evil-Titeln.

Hauptcharakter Samanosuke wird im Kampf gegen die Dämonen vom Clan der Oni unterstützt, welche ihm einen seelenfressenden Panzerhandschuhe schenken, mit dem die Energie von besiegten Dämonen eingesaugt werden kann. Mit roten Energiekugeln lassen sich die drei Hauptwaffen aufleveln, während gelbe Kugeln die Lebensenergie und blaue die Magieleiste regenerieren.

Es gilt immer wieder Schalter- und Schieberätsel zu lösen, um sämtliche Bereiche im und um das Schloss herum zu erkunden. In vordefinierten Passagen kann man auch den weiblichen Kunoichi-Side Kick Kaede steuern.

Meinung

Wer Samurai Action mag, muss Onimusha: Warlords lieben! Der erste Teil der Serie ist mit detaillierten Charakter-Modellen, gezeichneten Kulissen und einem orchestralen Soundtrack die perfekte Einführung in das fiktionale Japan/Dämonen-Setting. Es macht wirklich Laune, sich durch das dämonenverseuchte Schloss von Inabayama zu kämpfen, seine Waffe aufzuwerten, kleine Rätsel zu lösen und den atmosphärischen, asiatischen Klängen zu lauschen.

Daran können auch die kurze Spielzeit von 5 Stunden oder die bescheidene PAL-Anpassung (schwarze Balken) nicht rütteln. Für heutige Verhältnisse fällt eher die Steuerung der Figur aus fixen Kamerawinkeln heraus negativ ins Gewicht. Häufiger sieht man sich mit Feinden konfrontiert, die sich außerhalb des aktuellen Sichtfelds befinden und damit schwerer zu bekämpfen sind. Was beim gruseligen Resident Evil noch für Nervenkitzel sorgt, funktioniert beim flotten Schwertkampf in Onimusha nicht immer ideal. Doch ich persönlich zähle mich zu den Anhängern der vorgerenderten Hintergründe, welche einfach unheimlich toll aussehen und in dieser Qualität in 3D noch nicht realisierbar waren.