Retro Review: Onimusha 2

Titel: Onimusha 2: Samurai’s Destiny

Genre: Action/Adventure

PAL-Release: 2002

Entwickler: Capcom

Publisher: Capcom

Spieler: 1

 

Handlung

Die Dämonen im feudalen Japan geben einfach keine Ruhe: Zwar konnte Samurai Samanosuke den üblen Dämonenkönig Fortinbras im letzten Onimusha-Teil besiegen, doch Jahre später hat Zombie-Kriegsfürst Nobunaga Oda dessen Platz eingenommen und wütet mit seiner Untotenarmee durchs Land. Auch das Dorf des jungen Clanoberhauptes und neuen Hauptcharakters Jubei Yagyu wird ausgelöscht. Er erfährt von seiner sterbenden Mutter, dass er ein Nachfahre des uralten Oni-Clans ist und die magischen Kräfte besitzt, die Dämonen endgültig zu vernichten. Yubei schwört Nobunaga blutige Rache und begegnet auf seiner Reise weiteren Samuraikriegern, die sich ihm anschließen.

Spielmechanik

Auf den ersten Blick hat sich das Gameplay im Vergleich zum ersten Onimusha gar nicht geändert: Über vorgerenderte Hintergründe mit fixer Kameraperspektive kämpft man gegen Monster- und Dämonenscharen, um durch Aufsaugen ihrer Seelenergie die eigenen Fähigkeiten zu stärken. Doch dieser erste Eindruck trügt, denn die bereits sehr erfolgreiche „Onimusha-Formel“ ist um zahlreiche Erweiterungen und Verbesserungen bedacht.

Die wohl offensichtlichste und größte Neuerung ist das Samurai Begleiter-Quartett bestehend aus Oyu, Magoichi, Ekei und Kotaro, die Jubei gelegentlich im Kampf unterstützen, eigene Spielabschnitte besitzen sowie die Handlung um kleine Geschichten erweitern. Sogar spezielle Gegenstände lassen sich mit den Begleitern gegen nützliche Items tauschen. Es gibt nun auch Kombos und Power-Angriffe sowie Instant-Kill-Konterattacken, die schwer zu meistern aber ungeheuer mächtig sind. Samurai-Krieger Jubei kann sich nun außerdem durch Aufsaugen von seltenen lila Orbs in einen unbesiegbaren Onimusha verwandeln. Die Liste dieser Detailverbesserungen ließe sich noch lange fortsetzen…

Meinung

Die Onimusha Action/Adventures von Capcom nehmen aus meiner Sicht einen ganz besonderen Platz in der PS2-Bibliothek ein und ich würde Onimusha 2 ohne mit der Wimper zu zucken als den insgesamt besten Teil der Reihe bezeichnen! Nebenbei ist es auch einer meiner persönlichen All-Time Favorites auf dem System 😉 Und das hat natürlich auch seine Gründe!

Vom der fantastischen Intro-Sequenz bis hin zum fuluminanten Bossfight ist Onimusha 2 einfach nur genial. Punkt. Der Kern des Spiels funktioniert nach wie vor super doch während der bereits gute Vorgänger noch etwas wenig Spielumfang bot, hat man sich beim Nachfolger nicht lumpen lassen. Die Spielzeit liegt bei etwa 11-12 Stunden und zusätzliche Bonusinhalte laden zum erneuten Spielen ein. Der für japanische Entwickler typische „Crazyness“-Faktor wird ebenfalls deutlich aufgedreht: Die Boss-Charaktere sind alle etwas verrückter als noch im ersten Teil und an mechanische Roboter oder fliegende Luftschiffe im feudalen Japan muss man sich auch gewöhnen. Auch von der technischen Seite her wird höhste Qualität geboten: Ein 60-Hertz-Modus ohne störende „PAL-Balken“, wunderschöne Render-Hintergründe sowie ein filmreifer Orchester-Soundtrack sorgen für die richtige Stimmung. Was wünscht man sich mehr?

Wenn es etwas gibt, dass mir sauer aufstößt, dann vielleicht das spürbare Backtracking zu bereits besuchten Orten (z.B. Goldmine) oder die Verwendung von Schauplätzen des ersten Teils (z.B. Schloss Gifu). Wenn man genau hinschaut, ist auch das neue Tausch-Feature nur halbherzig umgesetzt, da es in der zweiten Spielhälfte keine Rolle mehr spielt. Das ist aber schon Kritik auf höhstem Niveau.

Marketing

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Veröffentlicht am Juli 9, 2017 in Game Reviews und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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