Retro Review: CY Girls

Unnützes Wissen: Die Lizenz von Konamis PS2-Actionspiel „Cy Girls“ basiert auf einer japanischen Puppenfigurenserie namens „Cool Girl“ vom Hersteller Takara… eine gute Vorlage für ein Videospiel?

Handlung

Die Zukunft im Jahr 2094 sieht düster aus. Ein globaler Stromausfall hat die technologisierte Menschheit in eine große Krise gebracht. Die Wirtschaft kolabiert, Regierungen stürzen, Chaos regiert. Doch eine geheime Gruppe von Elite-Soldatinnen namens „Cy Girls“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Cyberterrorismus zu bekämpfen. Protagonistin Ice verdient sich eigentlich ihre Brötchen mit Raubgeschäften. Als sie bei ihrem jüngsten Auftrag in Argentinien jedoch geschnappt wird und im Hochsicherheitstrakt landet, verhelfen die Cy Girls ihr zur Flucht und machen sie zum neuesten Mitglied ihrer Untergrundorganisation. Aufgrund ihrer besonderen Cyber-Hacking-Fähigkeit haben es aber leider auch andere Organisationen auf die Blondine abgesehen…

 

Spielmechanik

Cy Girls beinhaltet zwei Discs, auf denen entweder die Kampagne von Baller-Blondine Ash oder Ninja-Braut Asuka gespielt werden kann. Beide Charaktere haben ihre eigene Geschichte und spielen sich auch unterschiedlich. Gemeinsam haben beide jedoch das klassischer Action-Adventure Gameplay bei dem hauptsächlich gekämpft wird, ob mit Feuerwaffen oder Ninja-Schwert, und gelegentlich Schlüsseln oder ähnliches gesucht werden muss. Es gibt ein etwas hakeliges Deckungssystem, ähnlich wie bei Metal Gear Solid 2, das vor allem bei Ash überlebenswichtig ist. Das Abtauchen in den Cyber Space ist ebenfalls eine Besonderheit. An speziellen Terminals müssen die Mädels in eine Art „digitale Alternative“ des Levels wechseln, um Aufgaben zu lösen, zum Beispiel ein Türschloss zu hacken.

Meinung

Puh! Cy Girls legt einem wirklich sehr viele Steine in den Weg, bevor man tatsächlich Freude an dem Titel entwickeln kann. Und ich rede hier gar nicht mal von der unsauberen Steuerung oder der dummen Gegner-KI oder gelegentlichen Übersetzungsfehlern… Sondern von diesem nervtötenden Backtracking und dem ständigen Respawning von Feinden! Was mich jedoch am meisten nervt: Bei fast jeder Mission gelangt man an einen Punkt, an dem man keine Ahnung hat, wie man weiterkommt und ziellos umher irrt. Häufig sind dafür schwammig formulierte Missionsziele verantwortlich. Hier macht sich für mich der fehlende Feinschliff am deutlichsten bemerkbar. Wer Cy Girls eine Chance gibt, muss leidensfähig sein…

Aber das heißt nicht, dass das Spiel kompletter Mist ist. Ja, die ersten Stages sind monotones Geballer und ein ziemlicher Abturner, so dass die Disc kurz davor war, aus der Konsole zu fliegen. Doch dann verschlägt es einen in altertümliche Ruinen in Peru, wo man hauptsächlich Rätsel lösen muss. Okay? Und im Level darauf ist man auf Stealth-Undercovermission auf einem Party-Ball in Spanien. Später geht’s sogar noch in den Weltraum, cool! Das hat mich wirklich positiv überrascht und ich hatte Bock weiter zu spielen. Auch die nett gemachten Story-Renderszenen verspüren einen angenehm cineastischen Charm. Mir gefällt auch der coole Look, das futuristische Szenario und natürlich die attraktiven Cyber-Ladies 😉

In Summe ist Cy Girls weder totaler Mist noch ein wirklich gutes Action-Spiel. Ich hatte meine positiven Momente mit Ash, Asuka & Co. aber man muss festahlten, dass hier viel mehr drin gewesen wäre.

Offizieller Trailer:

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Veröffentlicht am Mai 14, 2017 in Game Reviews und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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